Thüringer Bartzwerg
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Kreisverband Südhannover
Kreisverband Südhannover

Bis Hierher und Weiter

125 Jahre Kreisverband

Südhannoverscher Geflügelzüchter

1891 bis 2016

 

Vorwort

Wenn man sich in das Jahr 1891 zurückversetzt, so taucht man aus heutiger Sicht in eine andere Welt ein. Otto von Bismarck führt zum 01. Januar die gesetzliche Rentenversicherung als dritte Säule der Sozialversicherungen nach der Krankenversicherung 1883 und der Unfallversicherung 1884 ein. Ein Sozialversicherungssystem zum Beginn der umfassenden Industrialisierung das bis zum heutigen Tag in den Grundzügen seinen Bestand erhalten hat. Mit dieser Veränderung beginnen die Städte zu wachsen und es kommt zu einer Landflucht. Gleichzeitig wird es nun immer wichtiger die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Gleichzeitig nahm der Handel deutlich zu. So kommt es nicht von ungefähr dass der Gründer der deutschen Rassegeflügelzucht Robert Oettel im Hauptberuf ein Kaufmann mit Auslandsbeziehungen war. Es ging in den ersten Stunden der Rassegeflügelzucht darum, die Leistungsfähigkeit des gehaltenen Geflügels zu erhöhen und durch Linienzucht zu festigen.

Vor 125 Jahren begann auch die Technikentwicklung mit immer kürzeren Intervallen bis zum nächsten Techniksprung. Wenn man bedenkt das im Jahr 1892 Otto Lilienthal die ersten bemannten Flugversuche mit einem Segelflieger unternahm, so erkennt man, dass das Flugzeug, das wir Deutsche als normales Mittel der Fortbewegung u. a. in unseren Urlaub wahrnehmen, genauso alt ist, wie unsere Beschäftigung in unserem Kreisverband mit Rassegeflügel.

Betrachtet man aber die Geflügelhaltung in Menschenhand, dann sind die 125 Jahre nur ein kleiner Ausschnitt in dieser Mensch-Tier-Beziehung. Das Haushuhn wurde vor 5000 Jahren[1] und mit der Domestikation der Haustaube wurde ca. 5.000 vor Chr. begonnen.

Die Truthühner und die Warzenente wurden erst durch die Entdeckung Amerikas in Europa bekannt. Ihre Domestikation liegt für uns zum Teil noch im geschichtlichen Dunkel, bekannt ist aber, dass schon weiße Warzenenten und somit schon domestizierte Tiere aus Mittelamerika nach Europa gelangten.

Der Kreisverband Südhannover freut sich besonders über sein Jubiläum und möchte neben der nachfolgenden Chronik auch Wege aufzeigen, dass diese Freizeitbeschäftigung Zukunft hat.

Egal aus welchem Grunde man Hausgeflügel hält, die Beschäftigung mit unseren gefiederten Lebensbegleitern bereitet viel Freude. Wenn wir ihr Interesse geweckt haben, sei es das sie lebende Kulturgüter um sich haben wollen, den Wettstreit in der Zucht zum gewünschten Ideal suchen, sie an Geschichte und Tradition interessiert sind, oder sie einen Beitrag zum Tierschutz durch artgerechte Lebensmittelherstellung leisten wollen, sind sie in unseren Vereinen im Kreise Gleichgesinnter willkommen.

 

1 Kreisverbandsvorstand anlässlich der JHV am 6. März 2016 in Lauenförde: Ralf Hartmann; Uwe Schrader; Friedhelm Niehus; Alfred Karl Walter; Sebastian Fabian; Stefanie Stietenroth; Bianca Utrata; Dieter Kleinhans; Wolfgang Moritz

 

Chronik Kreisverband

 

Es begann: - 1891 - Gründung des Verbandes Südhannoverscher Geflügelzuchtvereine:

Auf einer Tagung der Geflügelzuchtvereine, am 24. April 1891, beschlossen die Vorstände des Göttinger Geflügelzuchtvereins, des Vereins für Geflügelzucht Osterode, des Eichsfelder Vereins für Geflügel- und Canarienzucht, des Mündener Vereins für Geflügel- und Kaninchenzucht sowie der zoologischen Vereins Northeim im Lokal „Ernst Huchs’s Restaurant“ in Northeim die Gründung des Verbandes Südhannoverscher Geflügelzuchtvereine.

Zweck des Verbandes war die namentliche Hebung der landwirtschaftlichen Geflügelzucht. Vorsitzender wurde der Oberleutnant Röttiger aus Göttingen, der schon am 18. März 1882, unter dem Präsidenten Kommerzienrat Hugo du Roi zum 1. Schriftführer des „Klubs deutsch – österreichisch – ungarischer Geflügelzüchter“ gewählt worden war.

Bereits am 6. September 1891 wurde in Northeim die erste Verbandsausstellung durchgeführt, auf der folgende Rassen gezeigt wurden:

  • rebhuhnfarbige Italiener •
  • schwarze Minorka
  • Bantam•
  • helle Brahma
  • Nackthälse•
  • Hamburger Silberlack
  • Perlhühner
  • Brieftauben•
  • Kropftauben

Erstmals wurden auf der Ausstellung, die gerade nach Deutschland eingeführten, „Plymounts Rocks“ in großer Zahl vorgestellt.

Da diese Veranstaltung eine Freiland–Schau war, wurde das Geflügel in den Witterungsverhältnissen angepassten Taubenvolieren und Gluckenhäuschen gezeigt. Selbstverständlich waren Züchter, wie es damals Sitte war, in Gehrock und Zylinder erschienen.

Die Durchführung der Schau war an besondere Auflagen gekoppelt. So musste der Hannoversche Centralverein die Ausstellung gestatten und außerdem bedurfte es einer Genehmigung der Regierung, um eine Verlosung/ Tombola zu machen. Zweck der Genehmigung der Verlosung war die Förderung der allgemeinen Geflügelzucht.

1892: Geflügelzuchtausstellung in Göttingen - Zu dieser Schau hatte der Oberpräsident zu Hannover die Genehmigung erteilt, dass „eine Verlosung von Geflügel und Gegenständen welche der Geflügelzucht dienen“ abzuhalten sein.

1895: Die Verbandsausstellung der südhannoverschen Geflügelzuchtvereine fand vom 07. – 09. September in Osterode statt. Während der Ausstellung brach ein Großbrand im Stadtgebiet von Osterode aus. Die eingesetzten Preisrichter unterbrachen ihre Richtarbeit und halfen bei der Brandlöschung.

1897: Die Geflügelzuchtvereine vollzogen den Anschluss an den Hannoverschen Zentralverein, der dem heutigen Landesverband – Hannover entspricht.

1898: Am 01. Und 02. Oktober fand in Hann Münden die Verbands-Geflügelausstellung (heutige Kreisverbandsschau) statt.

1899: Gründung des „Geflügelzuchtvereins für die Stadt und das Amt Moringen“

1912: Die Stadt Göttingen gewährt für die Kreisverbandsgeflügelschau ein Preisgeld von 50 Mark.

1914: Durch den ersten Weltkrieg nahmen die Aktivitäten der Vereine stark ab. Allerdings waren auf der großen Deutschen Nationalen Ausstellung für Geflügelzucht in Berlin, bei der über 8.500 Nummern Geflügel ausgestellt waren, auch Züchter aus unserem Kreisverband vertreten.

Auch die nach dem Krieg einsetzende Inflation lähmte das Verbandsleben der Züchter. Die Verhältnisse in Deutschland waren chaotisch. Die Weltwirtschaftskrise hatte eine Massenarbeitslosigkeit hervorgerufen, die den Nährboden für die Machtergreifung der Nationalsozialisten bildete.

1933: Im Mai wurden die Geflügelvereine im Reichsverband der Geflügelwirtschaft zusammengeführt.

1936: In Northeim wird die Rassegeflügelausstellung der Kreisfachgruppe Südhannover durchgeführt. Die Stadt Göttingen gibt hierzu eine Ehrenpreisstiftung auf Wirtschaftsgeflügel und weist darauf hin, dass eine Vergabe auf Ziergeflügel nicht erfolgen darf.

1938: Der „Südhannoversche Züchtertag“ wurde im Juni in Einbeck abgehalten.

1941: Ernst Klatt aus Göttingen wurde als Vorsitzender der Kreisfachgruppe bestimmt.

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebt die Geflügelzucht, bedingt durch die Nahrungsmittelknappheit einen neuen Aufschwung:

1947: Hans Wiegel aus Hannover wird Vorsitzender des Landesverbandes Hannover. Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Rassegeflügelzüchter, Zentralverband britische Zone, ist Wilhelm Ziebertz aus Hammborn am Rhein.

1948: Am 24. Oktober findet in Hannover die erste Jungtier-Geflügelschau nach dem Krieg statt.

1949: Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) wird gegründet. In Northeim wird im Januar eine Kreisverbandsschau mit 600 Tieren durchgeführt.

1950: Bundesweit wurde das Zuchtbuch als Nachfolgeorganisation der Fachgruppe „Leistung und Schönheit“ gegründet. Die Jungtier-Geflügelschau in Hannover lockte 30.000 Besucher an.

Der BDRG kaufte von einem Denkmaltrümmer-Friedhof in Hamburg die 3 großen Bronzetafeln des im Krieg zerstörten Oettel-Denkmals in Görlitz zurück.

Die Kreisverbandschau wird am 2. und 3. Dezember im Stadtparksaal in Göttingen durch.

1951: Die Kreisverbandsschau findet in Northeim statt.

1952: Aus Anlass vom 100-jährigen Gründungsjubiläums des „Hühnerologischen Vereins“ in Görlitz wurde vom BDRG das „Robert-Oettel-Jahr“ ausgerufen.

1953: Der BDRG wird in den Europäischen Verband aufgenommen. Der Frankfurter Verein soll die 4. Europaschau (EE) durchführen. Am5./6. Dezember findet die Kreisverbandsschau in Göttingen Grone statt.

1954: Im Kreisverband Südhannover findet ein Wechsel des 1. Vorsitzenden statt. Friedel Krengel aus Göttingen löst Ernst Klatt ab. Die Kreisverbandsschau ist in diesem Jahr in Duderstadt. Um den Nachwuchs zu fördern werden in den Vereinen Jungendgruppen gegründet.

1955: Am 20. Dezember verstirbt Hans Wiegel, der 20 Jahre den Landesverband Hannover führte. Als sein Nachfolger wird Dieter Penseler aus Brunkensen bei Alfeld gewählt.

1958: Im Landeverband Hannover werden 7.000 Mitglieder in 167 Ortsvereinen und 14 Kreisverbänden registriert.

1959: Die Kreisverbandstagung wird am 10. Mai in Einbeck abgehalten.

1960: Das Jahr 1960/1961 wird als „Hugo-du-Roi-Gedächt-nisjahr“ ausgerufen.

1963: In diesem Jahr findet die Kreisverbandsschau in Hann Münden statt.

1965: Die Landesdelegiertenversammlung findet in der Dreiflüsse-Stadt HannMünden statt.

1966: Anlässlich der Landesverbandsschau 1966 in Northeim wird die erste „Harz-Solling-Schau“ aus der Taufe gehoben. Diese Schau fand in den vergangenen 35 Jahren großen Anklang bei den Züchtern und wurde zum Aushängeschild der deutschen Rassegeflügelzucht und zum festen Bestandteil im Veranstaltungskalender des KV Südhannover.

1967: Die Landesverbandstagung findet im KV Südhannover in Osterode statt.

1969: Zuchtfreund H. Wedemeyer wurde zum 2. Vorsitzenden des Kreisverbandes erwählt.

Der Hannoversche Geflügelzuchtverein und der GZV Hildesheim

1970: Wilhelm Weidemann, Jungendobmann im KV Südhannover und im Landesverband Hannover, stiftet für die Jugend einen Bundes-Jugend-Ehrenpreis. Die Landesverbandschau findet in Göttingen statt.

1971: Der GZV Einbeck richtet die Delegiertentagung des Landesverbandes Hannover aus.

1973: Am 03. Dezember verstirbt Wilhelm Weidemann, Die Fachpresse schreibt in einem Nachruf über ihn: „Die von Wilhelm Weidemann geleistete Arbeit durfte als beispielhaft gelten“.

1974: Helmut Wedemeyer wird mit der Goldenen Feder des Landesverbandes ausgezeichnet.

1977: Auf der Landesdelegiertentagung in Einbeck löst Kurt Becker aus Göttingen Dieter Penseler als Landesverbandsvorsitzenden ab und Georg Küchemann gibt nach 18 Jahren Ausstellungsleiter an Willi Papenberg weiter. Walter Ropeter wird auf der Landesdelegiertentagung mit der Goldenen Feder ausgezeichnet.

1980: Auf der Landesdelegiertentagung wird der Zuchtfreund Hermann Großkopf vom GZV Holzminden mit der Goldenen Feder geehrt.

1981: Der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) besteht 100 Jahre. Dieses wurde mit zahlreichen Ausstellungen und Festivitäten im Lande gefeiert.

1982: Im Landesverband werden 154 Jungendgruppen mit 1.451 Jugendlichen erfasst und vom LV- Jungendobmann Erich Lüften betreut. Aber es gibt nicht nur positives zu berichten. Nach fast hundertjährigem Bestehen löst sich der Göttinger Geflügelzuchtverein leider auf.

1986: Im Alter von 52 Jahren verstirbt der Landesverbandsvorsitzende Kurt Becker. Sein Nachfolger wird Erich Lütjens, der bisherige 2. Vorsitzende.

1987: Nach 25 Jahren im Amt des Vorsitzenden des Kreisverbandes Südhannover wird Georg Küchemann zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger wird Helmut Wedemeyer aus Osterode – Förste.

1988: Der GZV Northeim feiert sein einhundert jähriges Bestehen und richtet in diesem Jahr die Landesverbandstagung aus.

1990: Otto Krummradt vom GZV Northeim wird zum Träger der Goldenen Feder vom Landesverband ernannt.

1991: Auf der Landesverbandstagung in Walkenried wird Klaus Schmidt als Landesverbands-Vorsitzender Nachfolger von Erich Lütjens gewählt.

1994: Das Jahr bringt einige personelle Veränderungen mit sich.

Im Kreisverband Südhannover ist Helmut Wedemeyer nicht mehr zur Wiederwahl bereit und gibt den Vorsitz an Walter Otte aus Uslar weiter. Willi Papenberg vom GZV Einbeck aus Dassel-Lüthorst erhält die Goldene Feder.

1995: Der Landesverband Hannover organisiert die Bundesversammlung in Verden.

Zuchtfreund Helmut Wedemeyer, Ehrenvorsitzender des Kreisverbandes Südhannover, erhält die Ehrenmeisterwürde des BDRG.

1996: Der GZV Northeim richtet die Kreisverbandsschau und die Herbstversammlung aus. Frau Edeltraud Weidemann wird mit der Goldenen Feder des Landesverbandes ausgezeichnet.

1997: Der KlZV Dassel richtet die KV-Schau sowie die Herbstversammlung aus. Und feiert gleichzeitig sein 50-jähriges Bestehen.

1998: Jahreshauptversammlung findet am 15. März in Langenholtensen statt. Die diesjährige KV-Schau und Herbstversammlung findet in Uslar-Wiensen statt. Gerhard Jahn und Siegfried Hahn dürfen sich über die Verleihung der Goldenen Feder auf der Landesverbandstagung freuen.

1999: In diesem Jahr ist Lauenförde am 21. März der Veranstaltungsort der Jahreshauptversammlung. Nach 26 Jahren Schriftführertätigkeit stellt sich Frau Weidemann nicht weiter zur Wahl auf. Als Nachfolger wird Manfred Walter aus Krebeck vom GZV Duderstadt vorgeschlagen und gewählt. Die KV-Schau findet am 09. Und 10. Oktober in Osterode-Förste statt.

2000: Der GZV Northeim richtet sowohl die KV-Schau als auch die Herbstversammlung aus.

2001: Im Jubiläumsjahr 2001 feiert nicht nur der Kreisverband sein 110-jähriges Bestehen, sondern auch der GZV Duderstadt feiert seinen 120. Geburtstag und ist somit der älteste noch aktive Vereine im Kreisverband Südhannover. Daher findet auch die Jahreshauptversammlung in Duderstadt statt, während der GZV Uslar-Wiensen die KV-Schau ausrichtet.

2002: Der neu gegründete Kleintierzuchtvereins in Parensen beantragt die Aufnahme in Kreis- und Landesverband. Leider war diesem Verein kein dauerhaftes Glück im Aufbau eines Kleintierzuchtvereins beschieden, schon 2004 löst sich dieser Verein wieder auf.

2003: Die Kreisverbandsausstellung fand mit ca. 530 ausgestellten Tieren anlässlich des 75jährigen Jubiläums des GZV Uslar im Dorfgemeinschaftshaus Uslar-Wiensen statt.

2004: Die Kreisverbandsausstellung fand mit 608 Tieren im Jägerzelt Northeim statt. Günter Dohrmann vom RGZV Göttingen-Grone erhält die höchste Auszeichnung des Landesverbandes Hannoverscher Rassegeflügelzüchter die Goldene Feder.

2005: Die Kreisverbandsjugend feiert sein 50 jähriges Bestehen. Darüber hinaus findet zum 10. Mal das Kreisverbandsjugend-Hähnewett-Krähen in Dassel statt.

2006: Anlässlich des 125 jährigen Bestehens des Geflügelzuchtvereins Duderstadt findet die Kreisverbandsschau mit über 700 Tieren in der Karnevalshalle Mingerode statt. Zu diesem Jubiläum konnte im historischen Rathaus Duderstadt vom Kreisverband der neu gewählte Landesverbandsvorsitzende Egon Dopmann begrüßt werden. Der Kreisverband Harz hatte sich Ende 2005 aufgelöst, hierdurch wurde der GZV Clausthal-Zellerfeld Mitgliedsorganisation im Kreisverband Südhannover.

2007: Zuchtfreund Gerhard Jahn stellte sich nach 11 Jahren als Vorsitzender in der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes in Schwiegershausen nicht mehr zur Wahl. Zum neuen Vorsitzenden wurde Alfred Karl Walter aus Krebeck vom GZV Duderstadt gewählt. Zuchtfreund Gerhard Jahn unterstütze bis zum März 2009 als zweiter Vorsitzender den neuen Vorsitzenden in seiner Aufgabe. Die Kreisverbandsschau wurde vom KLZV Moringen ausgerichtet. In der Schausaison wird erstmals der Wettbewerb der werbewirksamsten Ausstellung ausgelobt, um die Ortsausstellung für die Besucher attraktiver und informativer zu gestalten.

2008: Die Jahreshauptversammlung wurde vom KLZV Lauenförde in Würgassen organisiert. Auf der Kreisverbandsschau in Northeim standen 572 Tiere. Auf der Herbstversammlung wurde beschlossen, einen eigenständigen Kreisverbandsbeitrag mit 0,75 € je Mitglied einzuführen, der der Jugendarbeit im Kreisverband zugutekommen soll. Auf der Landesdelegiertentagung in Nienburg erhält der Zuchtfreund Dieter Jagemann die höchste Auszeichnung des Landesverbandes die Goldene Feder.

2009: Die Kreisverbandsjugend führte ihre 20. eigenständige Jugendschau in Nörten Hardenberg durch. Der KLZV Dassel hatte seiner Ausstellung die 36. Hauptsonderschau Zwerg-Hamburger angeschlossen. Die Kreisverbandsschau wurde vom GZV Duderstadt in Mingerode ausgerichtet.

Der Kreisverband musste in diesem Jahr von beiden Ehrenvorsitzenden Gerhard Jahn und Helmut Wedemeier für immer Abschied nehmen.

2010: Der Kreisverbandszüchtertag findet auf dem internationalen Schulbauernhof in Hevensen statt. Der RGZV Göttingen-Grone richtet im Rahmen seines 60jährigen Jubiläums die Kreisverbandschau aus.

2011: Die Kreisverbandsschau richtete der GZV Northeim aus. Die Sondervereine Internationaler Club der Zwerg Cochin Züchter, Brakel und deren Zwerge und Thüringer Barthühner und deren Zwerge richten an verschiedensten Orten im Kreisgebiet ihre Sommertagungen durch. Der RGZV Göttingen-Grone richtet die Landesverbandsjugend- und Kreisverbandsjugendschau aus.

2012: In Gieboldehausen richtet der Kreisverband Südhannover zusammen mit dem GZV Duderstadt die Landesdelegierten­versammlung aus. Der Kreisverband beteiligt sich am Tag der Niedersachsen in Duderstadt und kann auf seinem Stand trotz schlechten Wetters ca. 15.000 Besucher begrüßen. Der GZV Hann .Münden führt die Kreisverbandschau durch und der GZV Göttingen hatte seiner Ausstellung die Hauptsonderschau der Brakel und deren Zwerge angeschlossen.

2013: Der GZV Duderstadt richtet die Kreisverbandschau in der Seegemeinde Bernshausen und der KLZV Moringen die Kreisverbandsjugendschau aus.

2014: Die Kreisverbandsjugend richtete zusammen mit der Landesverbandsjugend das Landesverbandszeltlager in Förste mit 272 Teilnehmern aus. Der Kreisverband beschließt das zukünftig auch getrennte Kreisverbandsgeflügel- oder –taubenschauen durchgeführt und den Ortsschauen angeschlossen werden können. Der Zuchtfreund Friedhelm Niehus wird auf der Landesdelegiertentagung in Buchhagen (Bodenwerder) mit der Goldenen Feder des Landesverbandes ausgezeichnet.

2015: Der Geflügelzuchtverein Osterode richtete im Rahmen seines 125-jährigen Bestehens die Landes- und Kreisverbandsjugendausstellung aus. Auf dieser Ausstellung standen 345 Tiere von Jungzüchtern. Der GZV Uslar gibt nach 87 Jahren bestehen seine Vereinstätigkeit auf und wird zum 31.12.2015 aufgelöst.

2016: Im Jubiläumsjahr des Kreisverbandes, hat sich dieser verschiedenste Aktionen vorgenommen. So wird am 16. April die Landesdelegiertentagung in Osterode Dorste stattfinden. Am 1. Mai gibt es ein gemeinsames Hähnekrähen in Dassel. Für das erste Novemberwochenende ist die Jubiläumsschau in Förste geplant.

Vorsitzende ab 1891 (soweit bekannt)

  • 1891 bis ???? - Oberstleutnant Röttinger aus Göttingen
  • ???? bis 1941 – nicht bekannt
  • 1941 bis 1954 – Ernst Klatt aus Göttingen (13 Jahre)
  • 1954 bis 1962 – Friedel Krengel aus Göttingen (8 Jahre)
  • 1962 bis 1987 – Georg Küchemann aus Einbeck (25 Jahre)
  • 1987 bis 1994 – Helmut Wedemeyer aus Förste (7 Jahre)
           Ehrenvorsitzender von 1994 bis 2009
  • 1994 bis 1996 – Walter Otte aus Uslar (2 Jahre)
  • 1996 bis 2007 – Gerhard Jahn aus Osterode (11 Jahre)
           Ehrenvorsitzender von 2008 bis 2009
  • 2007 bis heute – Alfred Karl Walter aus Krebeck

Stellv. Vorsitzende ab 1952

  • 1952 bis 1958 – Schinkel
  • 1958 bis 1962 – Georg Küchemann aus Einbeck
  • 1962 bis 1969 – Ernst Klatt aus Göttingen
  • 1969 bis 1987 – Helmut Wedemeyer aus Förste
  • 1987 bis 1993 – Otto Krummradt aus Northeim
  • 1993 bis 1994 – Walter Otte aus Uslar
  • 1994 bis 1996 – Gerhard Jahn aus Osterode
  • 1996 bis 1997 – Dieter Sakel aus Langenholtensen
  • 1997 bis 2006 – Horst Kretschmer aus Moringen
  • 2006 bis 2008 – Gerhard Jahn aus Osterode
  • 2008 bis heute – Wolfgang Moritz aus Göttingen-Grone

Kreisverbandsjugendleiter ab Gründung dieser Sparte in 1955

  • 1955 bis 1974 – Wilhelm Weidemann aus HannMünden
  • 1974 bis 1976 – Gerhard Jahn aus Osterode
  • 1976 bis 1983 – Otto Krummradt aus Northeim
  • 1983 bis 1991 – Egon Bunzendahl aus Göttingen
  • 1991 bis 1998 – Bernd Kremmling aus Northeim
  • 1998 bis 2008 – Hans-Jürgen Wegner aus Nörten
  • 2008 bis 2010 – Sebastian Fabian aus Germershausen
  • 2010 bis 2012 – Ute Machemehl aus Harste
  • 2012 bis heute – Uwe Schrader aus Schwiegershausen

Preisrichter im Kreisverband ab Gründung

  • 1883 - E. Schumacher – aus Göttingen
  • 1955 bis 2005 - Walter Ropeter – aus Göttingen
  • 1960         Ernst Klatt – aus Göttingen
  • Seit 1964 - Günter Dohrmann – aus Göttingen-Holtensen
  • Seit 1966 bis 2015 Otto Krummradt – aus Northeim
  • 1975 bis 2009 - Gerhard Jahn – aus Osterode
  • Seit 1979 – Dieter Jagemann – aus Seulingen
  • Seit 1984 - Dieter Niedergesäß – aus Dassel
  • Seit 1996 – Ralf Hartmann – aus Vahlbruch
  • Seit 2004 – Jörg von Sehlen – Langenholtensen
  • Seit 2011 - Siegfried Machmehl – aus Harste
  • Seit 2014 Alfred Karl Walter - aus Krebeck
  • Seit 2014 Stefanie Walter – aus Krebeck

 

Der Kreisverband wird getragen durch seine Mitgliedsvereine. Neben den vier Gründungsvereinen gab und gibt es viele Vereine die bis heute sich um die Pflege unseres Hobbys verdient im Kreisverband machen. Auf den nachfolgenden Seiten stellen sich die Vereine und Ihre Geschichte vor.

Gründungsjahr    Verein                       aufgelöst

1973                              GZV Göttingen                   1954

1881                              GZV Duderstadt

1889                              GZV Northeim

1890                              GZV Osterode

1896                              GZV Einbeck

1914                              GZV Holzminden

1928                              GZV Uslar                          2015

1943                              KLZV Dassel

1947                              GZV HannMünden

1948                              KLZV Lauenförde

1950                              RGZV Göttingen-Grone

1956                              KLZV F15 Bodenfelde

1967                              KLZV F92 Moringen

1968                              RGZV Bilshausen

1969                              KLZV F145 NörtenHardenberg

1972                              KLZV Langenholtensen

1975                              KLZV F530 Schoningen

2002                              KLZV Parensen                  2004

 

 

Verein für Rassegeflügel & Singvogelzucht in Göttingen von 1873

Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege beim Stadtarchiv Göttingen, vertreten durch Herrn Kohlstedt, sowie beim Ehrenmitglied des RGZV Göttingen Grone Zuchtfreund Heinz Eckhardt für die Unterstützung zum erstellen dieser Niederschrift.

Da die ersten Aufzeichnungen meiner persönlichen Sichtung im Stadtarchiv Göttingen aus dem Jahre 1873 und in Altdeutscher Schrift handschriftlich verfasst wurden und eine persönliche Handschrift bei jedem individuell ist, ist es fast unmöglich den genauen Wortlaut ins lesbare zu übersetzen. Ich bitte deshalb um Verständnis.

Laut den, als Kopie mir vorliegenden, Aufzeichnungen kann man den 14.01.1873 als Gründungstag für den nachfolgend erwähnten Verein benennen. Dieser Verein trug den im Register eingetragenen Namen

Verein für Rassegeflügel und Singvogelzucht in Göttingen

Sinn und Zweck dieses Vereins hatte einen rein landwirtschaftlichen Aspekt. Zur Erreichung dieses Zwecks sollen vornehmlich dienen:

1. Ausstellung und Prämierung von Geflügel und Singvögel, sowie Verlosung von Tieren.

2. Ankauf bewährter Stämme von Geflügel und Versteigerung derselben unter den Vereinsmitgliedern.

3. Einrichtung von Märkten für gemästetes Geflügel und Eier verbunden mit Prämierung der besten ausgestellten Exemplare.

Die Mitgliedschaft in diesem Verein konnte jedermann beantragen, gleichgültig ob er Geflügel oder Singvögel züchtet. Er musste nur das Interesse an diesem Verein mündlich oder schriftlich dem Sekretär bekunden. Nach Beratung des Vorstandes wurde dann durch den Schatzmeister die „Beitrittskarte“ angefertigt.

Man versammelte sich allwöchentlich montags um 8 Uhr abends in dem von Herrn Marwedel dem Vereine zur Disposition bereitgestellten Lokale zur Besprechung von Vereinsangelegenheiten.

Das Erscheinen der Mitglieder war erwünscht, jedoch völlig zwanglos.

Als wohl den damaligen 1. Vorsitzenden dieses Vereins kann man, da er des Öfteren die Niederschriften gegen gezeichnet hat, einen gewissen Oberleutnant Röttger benennen.

Sicherlich trugen die Umstände des 1. Weltkrieges (1914 – 1918) nicht unerheblich dazu bei, dass sich dieser Göttinger Verein anders orientieren musste.

Die Sparte der Singvogelgruppe spaltete sich ab und es entstanden im Göttinger Stadtgebiet zwei „neue“ unabhängig voneinander konkurrierende Vereine von Vogelliebhabern.

Zum einen der 1889 gegründete Verein „Gut Hohl“ der im Deutschen Kanarienbund (DKB) organisiert ist und zum Anderen der „AZ“ Ortsgruppe Göttingen. Eine Ortsgruppe der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e.V.

Beide Vereine können auf eine lange Tradition zurückblicken, jedoch wurden beide Vereine gezwungen durch einen massiven Mitgliederschwund, sich im Jahre 2012 zusammenzuschließen.

Die Rassegeflügelzüchter nahmen dieses ebenfalls zum Anlass eine Neuorientierung durchzuführen. Man beschloss im Jahre 1922 diesen Göttingen Verein umzubenennen.

Fortan sollte dieser Verein den Namen; „Verein für Geflügelzucht in Göttingen und Umgebung“ tragen.

Als 1. Vorsitzender wird hier ein in Göttingen in der Goßlerstrasse wohnhafter gewisser Dr. Reinbrecht benannt.

Ausstellungen fanden in den Anfangsjahren, wie zu erlesen ist, immer im Göttinger Stadtpark (alter Stadtfriedhof) statt. Hierfür wurde jährlich eine finanzielle Geldspende von der Stadt Göttingen erbeten um die Ausstellung durchführen zu können. Diese wurde auch in Höhe von 50 RM (Reichsmark) genehmigt und lag zur Abholung beim Stadtkämmerer bereit.

Im Gegenzug erlaubte sich der Verein einige Freikarten den Magistraten der Stadt Göttingen zur Verfügung zu stellen.

Hier kommt man schon fast ins „ schmunzeln „ wenn man ein Schreiben vom 29.08.1929 liest, dass sich der Geflügelzuchtverein „ ergebenst bittet „dass auch die bevorstehende Ausstellung wieder finanziell von der Stadt unterstützt wird.“ Hier bedankt man sich im Voraus für das freundliche Entgegenkommen und man gibt sich zugleich die Ehre, den Magistrat zur Eröffnung der Ausstellung, welche am Sonnabend, den 12. Oktober morgens um 10 Uhr stattfindet, ergebenst einzuladen.

Ein wie ich finde feiner Umgangston.

Dieser Göttinger Geflügelzuchtverein löste sich 1954 komplett auf.

Abschließend dieser kleinen Chronik möchte ich einen rein persönlichen Gedankengang einbringen. Der uns heute bekannte Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Göttingen Grone mit dem Gründungsjahr 1950, ist wie bekannt durch Mitglieder des 1922 gegründeten Göttinger Vereins für Geflügelzucht entstanden.

Da dieser wiederum seinen Ursprung im Jahre 1873 hat, darf man, so glaube ich, ruhig und stolz behaupten, das der „RGZV Göttingen Grone“ der „Enkel“ vom Verein für Rassegeflügel und Singvogelzucht in Göttingen ist.

Siegfried Machemehl

1.Vorsitzender RGZV Göttingen Grone

 

GZV Duderstadt und Umgebung von 1881

Gestern constituirte sich hierselbst ein Verein zur Förderung der Geflügelzucht und Singvögelzucht und Vogelschutz unter dem Namen

Eichfelder Geflügel und Kanarien Züchter Verein, dem bereits 40 Mitglieder aus Duderstadt und Umgegend beigetreten sind.

Mit dieser Bekanntmachung in der „Zeitung für das Eichsfeld“ am 28. März 1881 begann die beispielhafte Geschichte des Duderstädter Vereins.

Von 1882 an wurden Züchter in erster Linie angehalten, nicht nur die Fleischproduktion zu verbessern, sondern auch durch die Zucht von Rassehühnern eine verbesserte Legeleistung zu erzielen.

Bis dahin legte ein Bauernhuhn lediglich 50-60 Eier. Züchter von Rassehühnern erhöhten die Eierproduktion beträchtig. Die Taubenzüchter verloren im 1. Weltkrieg nahezu alle Tiere, da sie als Nachrichtenüberbringer eingesetzt wurden. Nach dem 1. Weltkrieg war der Aufbau der Züchter im Eichsfeld mit geeignetem Zuchtmaterial sehr schwer. Nur mühsam, mit viel Initiative, konnten Zuchten wieder ins Leben gerufen werden.

Auch der 2. Weltkrieg hat bei den Eichfelder Züchtern seine Spuren hinterlassen. Nach Kriegsende jedoch, mit dem Vorsitzenden Ernst Heinemann, begannen Duderstädter Züchter einen Neuanfang. Regelmäßige Vereins-Ausstellungen mit Gänsen, Puten, Hühnern und Tauben waren die Höhepunkte der Zuchtsaison.

Die besten Tiere wurden von erfahrenen Preisrichtern herausgestellt. Es gab Vereinsmeister und Eichsfeld-Meister, Pokale und Urkunden. Duderstädter Züchter waren nicht nur auf Vereinsebene erfolgreich. Auf Bundesschauen in Leipzig, Siegerschau Dortmund, Köln und Nürnberg wurden Duderstädter Züchter als Deutsche Meister ausgezeichnet. Zu den Vereinsaktivitäten gehörten monatliche Zusammenkünfte, um das Miteinander zu vertiefen wurden jährlich Vereinsfahrten zu sehenswerten Zielen durchgeführt.

Der GZV Duderstadt lebt mit dem GZV Worbis seit der Grenzöffnung in einem freundschaftlichen Wettstreit und richtet gemeinsame Vereinsausstellungen aus.

Vorsitzende ab 1922 

August Otto                 1922 – 1927

Karl Röling                 1927 – 1934

Lehrer Schlote                        1934 - 1945

Georg Hucke               1946 – 1950

Storm                          1950 – 1953

Ernst Heinemann                    1953 - 1962

Heinrich Waldvogt                  1962 - 1968

Joachim Heinze                      1968 - 1984

Heinz-Rüdiger Kellner                        1985 – 1998

Manfred Walter                      1998 – 2004

Alfred Karl Walter                  2004 - 2013

Fabian Knöchelmann             2013 – 2016

Ottmar Heckerott                    seit 2016

 

Unseren lieben Verstorbenen zum Gedenken:

„Wer die Vergangenheit nicht kennt

Wird die Gegenwart nicht begreifen

und kann die Zukunft nicht gestalten“

Der Vorstand beschloss am 25.2.1977 die Gründung einer Jugendgruppe. Zum Jugendobmann wurde Dieter Jagemann gewählt.

Der ersten Einladung folgten die Jugendlichen Joachim Steinmetz, Seulingen; Klaus Pöhler, Seeburg; Günter Kopp, Mingerode; Roland Pahl, Breitenberg; Heike Bode, Mingerode; Gregor Heinze, Duderstadt; Friedrich Einecke, Seulingen; Robert Nachtwey, Seulingen; Ulrich Neisen, Mingerode; Diete Napp, Nesselröden; Oliver Jagemann, Seulingen; Thomas Frank, Mingerode; Alfred Karl Walter, Krebeck; Ottmar Kellner, Seulingen.

Voller Elan ging die Jugendgruppe ans Werk. Es wurden Versammlungen mit verschiedenen Schwerpunkten abgehalten, Zuchtanlagen besichtigt, Bastelstunden durchgeführt usw.

Für die erste Schau wurden Tiere gemeinsam hergerichtet. 14 Jugendliche stellten nie erwartete 72 Tiere aus.

Leider sind aus den verschiedensten Gründen Jugendliche ausgetreten.

Aus der Jugendgruppe widmet sich noch Alfred Karl Walter mit Begeisterung unserem wunderschönen Hobby.

Einen erfolgreichen Start als Jugendlicher legte Simon Reineke, Tiftlingerode hin, der mit seinen Elsässer Gänsen höchste Preise erringen konnte. Deutscher Jugendmeister mit lachsfarbenen Zwerg-Wyandotten, sowie Blaues Band v. Hannover aus Elsässer Gänse.

Dieter Jagemann organisierte die ersten  Kreisverbands-Jugend-Spiele in Bilshausen im Jahre 1978. Nahezu alle Vereine des Kreisverbandes, deren Vorsitzende und Vertreter mit Jugendlichen waren gekommen. Paddeln auf der Rhume, Geschicklichkeitsspiele am Grillplatz, Ballspiele nach Bildung von Mannschaften, Beantworten von Fragen aus dem Geflügelbereich, wurden mit Begeisterung angenommen.

Eine Fortsetzung dieser Veranstaltung wurde vereinbart.

Seit 1978 beschließt der Verein den Besuch der Züchter, deren Zuchtanlagen und dem Zuchtnachwuchs. Vor der Ausstellungssaison Mitte September werden gemeinsam alle Dörfer abgefahren um die bevorstehenden Ausstellungstiere zu begutachtet. Nach Beendigung der Reise genehmigt ein Züchter ein deftiges Eichsfelder Wurst essen mit reichlich alkoholischen Getränken.

Der Vorstand des GZV Duderstadt wünscht dem Kreisverband Südhannover zum 125 jährigen Bestehen eine feierliche Eröffnung mit vielen Ehrengästen aus Politik und Rassegeflügelzüchtern.

Unser großer Dank geht an den Vorstand, seinen unermüdlichen Aktivitäten, dem Wunsch nicht nach zu lassen im Bemühen um unser liebes Hobby, der Geflügelzucht.

Dieter Jagemann

 

 

Rassegeflügelzuchtverein
Northeim von 1889 e. V.

Mit dem Ehrenvorsitzenden des RGZV Northeim Otto Krummradt wurde in Vorbereitung dieser Chronik ein Interview geführt. Otto Krummradt erzählte dem Kreisverbandsvorsitzenden aus der Geschichte der Northeimer Rassegeflügelzucht.

Am 2. November 1889 waren 20 Züchter versammelt, um einen Verein für Geflügel, Singvögel und Kleintierzucht zu gründen.

Der Name des Vereins wurde mit „Zoologischer Verein, Northeim i/Han.“ Festgelegt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Kaufmann Franz Jörgens gewählt.

Auf einer Tagung der Geflügelzuchtvereine Northeim, Göttingen, Osterode, Hann.-Münden und Duderstadt wurde am 31. März 1891 in Northeim der „Verband Südhannoverscher Geflügelzuchtvereine“ gegründet. Bereits am 6. September 1891 wurde die erste Verbandsausstellung durchgeführt.

Überzeugte Geflügelzucht

Die Gründer unserer Verbände waren geschickte Politiker: Sie schafften es, das Preußische Landwirtschaftsministerium vom Wert der Geflügelzucht zu überzeugen, sodass in der Viehzählung vom 1. Januar 1877 in Preußen erstmals die Gänse, Enten und Hühner mitgezählt wurden. Das Ergebnis war verblüffend

3.786.144 Gänse, 1.564.409 Enten und 31.120.770 Hühner.

Bruteier-Abgabe

Im Northeimer Verein wurden in jedem Frühjahr Bruteier abgegeben. Es wurde ein Züchter beauftragt, für alle im Verein gehaltenen Rassen den Versand zu übernehmen. Die Bruteier wurden bis nach Ungarn, Dänemark und Holland verschickt.

Rassegeflügelzüchter – statt Hühnerhalter

Sehr langsam gelang es den Rassegeflügelzüchtern die Landwirte zu überzeugen durchgezüchtete Rassetiere aufzuziehen. Man merkte, dass die Rassehühner nicht mehr fraßen als die anderen, aber trotzdem mehr Eier legten.

Im ersten Weltkrieg ging es mit der Geflügelzucht steil bergab.

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren von 1939 – 1949 war der Verein sehr stark durch die wirtschaftliche Notlage der Bevölkerung geprägt. Jede Familie, die einen Freiraum im Garten hatte, hielt sich ein paar Hühner. Allerdings bekamen nur die organisierten Züchter vom damaligen Zentralverband Futterzuteilungen.

Dadurch gehörten dem Verein zweitweise über 100 Mitglieder an.

1949 im Januar wurde die Kreisverbandsschau mit fast 600 Tieren in Northeim im 1910 Saalbau durchgeführt. Es war das 60. Vereinsjubiläum.

Taufe der Harz-Solling-Rassegeflügelschau

Otto Krummradt, damaliger Schriftführer und Ausstellungsleiter, machte sich diesbezüglich Gedanken. Somit wurde vom Vorstand der Antrag gestellt, unseren künftigen Ausstellungen diesen Namen zu geben. Anlässlich der Landesverbandsschau 1966 wurde die erste „Harz-Solling-Schau“ aus der Taufe gehoben. Diese Schau fand in den vergangenen 50 Jahren großen Anklang bei den Züchtern und im Landesverband und Kreisverband, bekannt und gut beschickt von verschiedenen Sondervereinen und somit zum Aushängeschild der deutschen Rassegeflügelzucht bzw. zum festen Bestand des Vereinsgeschehens.

100 Jahre RGZV Northeim

Zur 100 Jahrfeier 1989 richtete der Verein die Jubiläumsschau in den Schützenzelten aus. Angeschlossen waren die KV-Schau Südhannover, die Hauptsonderschau der Zwerg Plymouth Rocks und der Zwerg Wyandotten, gelb-schwarzcolumbia.

23 Preisrichter bewerteten die 2100 Tiere. Höhepunkt des Jubiläums war der Festabend mit Kommers im 1910 Saalbau.

125 Jahre RGZV Northeim konnte 2014 gefeiert werden. 49 Züchter aus der Region stellten 512 Tiere aus 40 Rassen aus.

Wir bedanken uns bei Zuchtfreund Otto für seine Ausführungen und sein Engagement für die Rassegeflügelzucht.

 

 

Verein für Geflügelzucht Osterode und Umgebung von 1890

Bei der Erstellung der Chronik 1992 zu der 100 Jahrfeier ist erstmals aufgefallen, dass der Verein nicht, wie angenommen 1892 sondern bereits 1890 gegründet wurde. Die schriftlichen Aufzeichnungen konnten aus dem Zeitungsarchiv der Firma Paul Krösing KG, Osterode entnommen werden.

In Osterode wählte man nach der Gründung am 11.06.1890 in der ersten Generalversammlung am 27.06.1890 den Vorstand.

Die ersten Mitglieder waren Beamte, Kaufleute, Gewerbetreibende, Handwerker – die über entsprechende Möglichkeiten verfügten- Rassegeflügel zum Teil aus reiner Liebhaberei, zu halten.

1.         Vorsitzender = Bürgermeister Ahrens

2.         Vorsitzender = Brennereibesitzer Wiederhold

Am 06. August 1890 hatte der Verein bereits 30 Mitglieder.

Am 24.04.1891 beschlossen die Vorstände des Göttinger GZV, des Vereines für Geflügelzucht Osterode, des Eichsfelder Vereins für Geflügel – und Kanarienzucht, des Mündener Vereins für Geflügel und Kaninchenzucht sowie des zoologischen Vereins Northeim im Lokal des zoologischen Vereins Northeim die Gründung des Verbandes Südhannoverscher Geflügelzuchtverein.

Der Verein beteiligte sich im Jahr 1891 an der 1. Verbandsausstellung Südhannoverscher Geflügelzuchtvereine in Northeim.

Unser Verein genoss das Vertrauen, und richtete am 07. Bis 09. September 1895 im Kurpark Osterode die 5. Verbandsgeflügelausstellung der Südhannoverschen Geflügelzuchtvereine aus.

1919 wurde ein Neuanfang versucht, bedingt in Folge des 1. Welt-krieges (1814 – 1818).

1919 – 1936 wurde laut Protokoll wenig Erwähnenswertes festgehalten. Der Grund lag an den dadurch hohen Stand der Arbeitslosen und politischen Unsicherheiten. (1929 Inflation)

1941: auch in den ersten Jahren des 2. Weltkrieges wurden Ausstellungen abgehalten. Der Verein zählte 32 Mitglieder (Geflügelbestand: 526 Hühner, 10 Gänse, 10 Puten und 97 Tauben. Dieses waren die letzten Eintragungen im 2. Weltkrieg.

1946: wurden die ersten Versammlungen wieder abgehalten. Die Junggeflügelschau Hannover (nach dem Krieg) fand am 24.10.1948 statt.

1952: 60 Jahre Jubiläumsschau in Verbindung mit der 800-Jahrfeier der Stadt Osterode (wie wir ja später festgestellt haben, hätte eigentlich 1950 die 60 jährige Jubiläumsschau stattfinden müssen).

Bei den späteren Ausstellungen stieg die Anzahl der ausgestellten Tauben stetig an. Triebfeder war hier Erich Tulke (ein schlesischer Flüchtling, der die Liebe zu Kropftauben aus seiner Heimat mitbrachte). Erich Tulke war unter den Kropftaubenzüchtern in ganz Deutschland bekannt.

Zuchterfolge: mehrere blaue Bänder, Siegerband auf der nationalen Geflügelausstellung.

In den Jahren um 1960 war die Mitgliederzahl rückläufig. Aber der Erfolg der Osterode Züchter auf Großschauen hielt an. Die Erfolgreichen waren um einige zu nennen: Gerhard Jahn, Manfred Wentorf, Erich Schneider und Erich Tulke.

Helmut Wedemeyer wurde 1969 Vorsitzender des Kreisverbandes.

1973 stellte sich die Frage, wohin mit der Ausstellung? Die Stadt Osterode hatte keine geeigneten Objekte zu bieten. Jetzt wurde Förste als Ausstellungsort diskutiert.

1974: erste Ausstellung in Förste. Die Lokalschau wurde in eine allgemeine Schau umbenannt. Bis heute finden hier die Ausstellungen des GZV Osterode statt.

Im Oktober 2015 findet die 125-Jahre Jubiläumsschau des GZV Osterode und Umgebung 1890 statt.

Vom Vorstand wird zum Jubiläum eine Chronik zur 125-Jahrfeier verfasst. 1992 – 2015 können die Jahre in der Chronik nachgelesen werden.

GZV Osterode

Käthe Dierichen und Uwe Schrader

 

GZV –Einbeck

Der Geflügelzuchtverein Einbeck wurde 1896 als Verein für Geflügel- und Singvogelzucht für den Kreis Einbeck gegründet. Die Geflügelhaltung im Stadtgebiet entwickelte sich zur Geflügelzucht, die von den Mitgliedern der Geflügelzuchtvereins Einbeck züchterisch begleitet wurde.

Bei den Zusammenkünften wurde die Züchterische Arbeit in den Vordergrund gestellt. Zunächst wurde die Eier- und Fleischleistung in den Vordergrund gestellt. Es wurde mit den „Alten Rassen“ gezüchtet. Die Rassezucht, speziell bei den Hühnern, wurde von „reicheren“ Bürgern, Doktoren, Lehrern und Pastoren geführt.

Um die Jahrhundertwende wurden bereits Ausstellungen in Einbeck durchgeführt. Diese Veranstaltungen wurden in den Sommermonaten abgehalten, auf der grünen Wiese. Das Interesse an der Rassegeflügelzucht steigerte sich ständig und der Zulauf aus den umliegenden Dörfern vergrößerte die Mitgliederzahl im Geflügelzuchtverein Einbeck.

Nach 1946 veränderte sich die Entwicklung im Verein. Die Zwerghuhnzucht machte gute Fortschritte und das Vereinsleben wurde durch Neuzugänge bereichert. Für die Ausstellungen wurde geworben mit dem Motto „Federvieh stellt sich vor“ und die Resonanz bei den Einbecker Bürgern war groß.

60 Jahr Geflügelzuchtverein wurde mit einer Jubiläumsschau am 14. /15. Januar 1956 begangen. Ein fester Termin wurde das Hähnewettkrähen am Himmelfahrtstag in den Jahren ab 1960. In den frühen Stunden wurde „gekräht“. Diese Veranstaltungen wurden auch von Nichtmitgliedern besucht.

Bei den Monatsversammlungen wurden Fachvorträge abgehalten, die immer für einen regen Erfahrungsaustauch sorgten.

Es wurden Jubiläen 75 Jahre und 90 Jahre begangen. Eine Krönung wurde die 100-Jahr Feier. Hierzu erstellte unser Ehrenvorsitzender Willi Papenberg eine Vereinschronik, in der die einzelnen Jahrzehnte niedergeschrieben wurden. Zur 100-Jahr Feier wurde vom 1. Vorsitzenden Joachim Sendler in die Einbecker Rathaushalle geladen. Nach dem Jubiläumsball folgte der Abschluss in der Jubiläumsschau „100 Jahr Geflügelzucht Einbeck“ im Jahr 1996. In den zurückliegenden 119 Jahren waren 13 Vorsitzende an der erfolgreichen Entwicklung der Rassegeflügelzucht im Geflügelzüchterverein Einbeck beteiligt. Unser Motto lautet „Rassegeflügelzucht - Ein Hobby mit Herz“.

Die Aufgabe der Weiterentwicklung und Fortführung von Rassegeflügelzucht, zur Erhaltung in unserer Gesellschaft, ist ein wichtiger Schritt zur Daseinsberechtigung. Der Umgang mit dem Rassegeflügel als Hobby in der heutigen Zeit und dem Einbinden von Jugendlichen in die Entwicklung ist ein stetiges Anliegen der organisierten Züchter in unserem Verein.

Das Zusammenleben von Mensch und Tier und dessen Nutzen wird zunehmend wichtiger. Einen Computer kann man abschalten und in die Ecke stellen. Ein Tier beansprucht Zeit von 365 Tagen und 24 Stunden der Betreuung. Deshalb müssen für die Zukunft die Haltungsmöglichkeiten verbessert und gesellschaftlich akzeptiert werden. Leider haben auch wir einen Mitgliederrückgang zu verzeichnen.

Wir wünschen uns weiterhin eine gute Entwicklung in unserem Kreisverband Südhannover und den Organisationen.

GZV Einbeck

Joachim Sendler

  1. Vorsitzender
     

GZV Holzminden

Unser Verein kann nunmehr auf eine lange Tradition zurückblicken und wurde am 15.03.1914 gegründet, auch hat er die zwei Weltkriege überlebt.

Leider kehrten viele Züchter nicht mehr in ihre Heimat zurück. 1915 waren 46 Mitglieder registriert, 1918 waren es immerhin schon 103 Mitglieder, auch musste für eine Kriegsanleihe 200 Mark gegeben werden. Der Jahresbeitrag betrug 1922 600 Mark.

1938 zahlte der Verein 51,50 Mark als Fahrtanteil zur Deutschen Junggeflügelschau nach Hannover. Für die Jahre 1939-1945 sind keine Aufzeichnungen vorhanden. Am 29. Dezember 1945 fand eine Versammlung statt, die erste nach dem Krieg. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Ab 1946 fanden wieder Versammlungen statt. Es wurden Züchter begrüßt, die aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt waren. Auch wurden jährlich zwischen Silvester und Neujahr wieder Ausstellungen durchgeführt.

1952 wurde beschlossen, dass der Verein folgenden Namen führen soll: ,,Geflügelzuchtverein Weserbergland Holzminden ''.

1959 richtete der GZV auf dem Felsenkeller die Kreisverbandsfrühjahrsversammlung aus. 1964 fand das 50-jährige Jubiläum mit Jubiläumsschau in den Nebenräumen der Stadthalle Holzminden statt. Das heutige Mitglied Udo Pakusch wurde aufgenommen. In den 70er Jahren wurden drei Kleingärten aus einer Erbengemeinschaft gekauft und zu einem Grundstück zusammengefasst. Beim Amtsgericht wird der Verein seitdem als eingetragener Verein (e.V) geführt. Heute befindet sich auf dem circa 500qm großen Grundstück das Käfiglager.

Die 80er und 90er Jahre waren von guter Kameradschaft geprägt. So wurden jährlich Fahrten zu den Großschauen und Ausflüge gemacht. Jährlich wurde die Kreisverbandsschau mit bis zu 15 Züchtern beschickt und eine Vereinsschau durchgeführt. Heute hat man aufgrund von vielen Sterbefällen und Aus­tritten nur noch 17 Mitglieder. Eine Vereins­schau findet nicht mehr statt. Der Verein wird seit einigen Jahren von Ralf Hartmann geführt.
 

GZV Holzminden

Ralf Hartmann

1. Vorsitzender

 

 

GZV Uslar von 1928

Der GZV Uslar gehörte dem Kreisverband Südhannover seit seiner Gründung 1928 bis zu seiner Auflösung im Jahr 2015 an. Der Verein wurde zuletzt durch den Vorsitzenden Ernst Otte, der ein aktiver Züchter war geführt.

 

KlZV Nörten-Hardenberg

Unser Verein war 1921 Gründungsmitglied im Kreisverband Südhannover e.V. der Rassekaninchenzüchter. Da es leider keine älteren Aufzeichnungen gibt, kann nur berichtet werden, dass am 8.1.1938 eine Neugründung des Vereines erfolgte. Die erste eigene Ausstellung des Vereines fand im Jahr 1962 statt. Dem Verein stand, in Kooperation mit dem Spielmannszug rot/weiß, durch den eigenen Aufbau ab Anfang 1973 ein eigenes Vereinsheim am nördlichen Ortsrand von Nörten-Hardenberg zur Verfügung, wo alle möglichen Veranstaltungen (Ausstellungen, KV-Schulungen und -Versammlungen) stattfanden. Mit der Planung und dem Neubau der neuen B3 musste der Verein 1986 das alte Vereinsheim verlassen und bekam die Möglichkeit für den Neubau eines eigenen Vereinsheimes im südlichen Teil des Ortes, wieder in Kooperation mit dem Spielmannszug rot/weiß Nörten-Hardenberg e.V.. Dieses wurde dann am 08. Mai 1987 feierlich eingeweiht.

Die Jugendgruppe der Kaninchensparte besteht seit dem 1.4.1965. Am 01. Februar 1969 wurde aus dem Kaninchenzuchtverein ein Kleintierzuchtverein.

Unser Jugendwart heißt (seit 11 Jahren) Werner Stietenroth. Mit seiner Gruppe, von derzeit 7 aktiven Jugendlichen, versucht er an jedem, für die Kinder und Jugendlichen anberaumten Termin, wie z.B. KV-Jugendkegeln, KV-Spiele etc. teilzunehmen. Ob Haar oder Feder, das ist egal. Während der monatlichen Treffen wird gebastelt, gelernt und gespielt. Jeder kann seine Ideen einbringen und helfen die Treffen interessant zu gestalten. Das Highlight im Jahr ist die Teilnahme am Zeltlager des LV-Hannoverscher Rassegeflügelzüchter e.V. an wechselnden Ausrichtungsorten sowie die Teilnahme an Ausstellungen bis auf Europaebende.

Am 9.4.1989 wurde die Frauengruppe - heute Handarbeits- und Kreativgruppe (HuK)- gegründet.

Aus einer Anregung heraus wurde, bei einem in Nörten-Hardenberg veranstalteten Nähkurs, diese Gruppe gegründet. Im Laufe der Jahre ist unsere Gruppe auf 6 Mitglieder angewachsen. Die Gruppe, seit über 20 Jahren unter der Leitung von Monika Schubert, trifft sich jede zweite Woche montags im Vereinsheim am Klosterweg. Gearbeitet wurde am Anfang nur mit reinen tierischen Erzeugnissen sprich: Angorawolle und Kaninchenfellen. Im Laufe der Zeit änderte sich dies, und wir können zusätzlich andere Materialien verwenden. In vielen Arbeitsstunden werden aus Fellen ganze Bilder. Aus Angorawolle werden Pullover, Strümpfe gefertigt und auch das Sticken von Gobelinbildern gehört zu den Arbeiten. Seit einiger Zeit können wir auch Bastelarbeiten her- und ausstellen. Handarbeiten sind sehr vielfältig und ein Hobby für jedes Alter.

 

Der Verein, seit 17 Jahren unter der Führung vom Vorsitzenden Karl-Heinz Peschke, besteht derzeit aus 40 Mitgliedern und führt jedes Jahr eine Jungtierschau für die Kaninchenzüchter, eine Tierbesprechung für die Geflügelzüchter sowie die Gemeinschaftsschau als Highlight durch. Jeden ersten Dienstag im Monat findet eine Monatsversammlung statt.

Einige Züchter unseres Vereines stellen mit zum Teil großen Erfolgen ihre Tiere jedes Jahr auf diversen Ausstellungen den Preisrichtern zur Schau. Egal ob es auf Kreis-, LV-, Bundes- oder Europaebene ist, jemand aus unserem Verein ist meistens vertreten.

Kathrin Stietenroth

 

Kleintierzuchtverein Dassel

Am 6.Februar 1943 trafen sich 14 Zuchtfreunde um den Kaninchenzuchtverein F320 Dassel zu gründen. Den Vorsitz übernahm Karl Marschhausen. Der Monatsbeitrag wurde auf 25 Pfennig festgelegt, was für damalige Verhältnisse schon sehr hoch war. Die Mitgliederzahl stieg trotzdem rasch auf 30 an.

Im Jahr 1948 wurde dann die erste Ausstellung in der Lagerhalle der Fa. Weißkittel durchgeführt. Danach wurde sie über 20 Jahre im Saal des Ratskellers, 3 mal in der Werkstatt der Fa. Schrader, 1 mal im Saal der Gaststätte Haupt in Lüthorst und seit 1980 in der Mehrzweckhalle Dassel durchgeführt. Leider fand die Schau im Jahr 2009, wegen immer weniger werdenden aktiven Helfern, zum letzten Mal statt.

1951 entstand der Wunsch auch Geflügelzüchter in den Verein aufzunehmen. So wurde der Verein in Kleintierzuchtverein Dassel umbenannt.

Seit 1962 findet jährlich ein weiteres Highlight statt, unser Hähnekrähen am 1.Mai. Hieran schließt sich auch seit 20 Jahren das KV-Jugendkrähen.

 

22 Hähnekrähen zum 1. Mai, mit Ehrungen für verdiente Mitglieder

Da im Laufe der Jahre immer mehr Käfige angeschafft wurden, musste ein Lagerraum her. So pachtete man 1968 von der Kirche ein Gartengrundstück am Maschweg und errichtetet ein Käfighaus und ein erstes Vereinsheim. Dies musste aber schon 1973 wieder abgerissen werden, da das Gelände verkauft und hierauf die Harz-Weser Werkstätten gebaut wurden. Nach zähen Verhandlungen stand ein neues Grundstück zur Verfügung. Auf diesem errichteten 6 Zuchtfreunde eine Gemeinschaftszuchtanlage. Auf einem Teil des Grundstücks von Albert Breden wurde das neue Vereinsheim gebaut und im Laufe der Jahre nochmals vergrößert, sodass es heute immer noch ein beliebter Treffpunkt ist, wo wir unsere Versammlungen abhalten und das Hähnekrähen durchführen.

Unsere Frauengruppe wurde am 12. Mai 1978 gegründet. Fünf Jahre später dann auch die Jugendgruppe.

Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands wurde 1991 der Kontakt zum Kleintierzuchtverein unserer Partnerstadt Möckern gesucht. Nach anfänglichem Zögern hat sich bis heute eine echte Freundschaft entwickelt. So stehen in beiden Vereinen Besuche und Gegenbesuche auf dem Jahresplan und so manches gutes Zuchttier hat auf diesem Weg seinen Stall gewechselt.

23  1997 KV-Versammlung in Dassel zum 50-jährigen Jubiläum

Auf der züchterischen Seite hat der Kleintierzuchtverein Dassel auch viele Glanzpunkte gesetzt. So konnten schon einige Züchter Landesmeister, Deutscher Meister und Europameister werden.

Der Verein wurde über die Jahre von den folgenden Vorsitzenden geleitet:

  • 1943-1947 Karl Marschhausen
  • 1947-1957 Willi Hüper
  • 1957-1969 Heinrich Muhs
  • 1969-1973 Friedrich Lücke
  • 1973-1977 Hans Niedergesäß
  • 1977-1993 Dieter Wiegand
  • 1993-2001 Reinhard Bönig
  • 2002-2010 Herbert Michalak
  • Seit 2010 Matthias Michalak

Matthias Michalak

1.Vorsitzender

KLZV Dassel

 

Geflügelzuchtverein HannMünden

Der Verein für Geflügelzucht Hann. Münden und Umgebung wurde offiziell 1947 gegründet. Eine Jugendgruppe wurde im gleichen Jahr ins Leben gerufen.

Nach mündlicher Übermittlung einiger Gründungsmitglieder soll es bereits vor 1947 in Hann. Münden organisierte Geflügelzüchter gegeben haben. Darüber existieren aber keine verwertbaren Nachweise oder Dokumente.

Bei der Gründungsversammlung, an der auch der damalige Landesverbandsvorsitzende Hans Wiegel teilgenommen hat, waren 41 Personen anwesend, die auch am selben Abend schriftlich ihren Vereinseintritt vorgenommen haben. Zum Vorsitzenden wurde in der Gründungsversammlung der Zuchtfreund Wilhelm Drebing gewählt.

Die Mitgliederzahl lag in den Jahren von 1947 bis in den Beginn der 1990er Jahre auf einem Niveau zwischen 40 und 50. Danach hat sich die Mitgliederzahl unseres Vereins, geschuldet auch dem demografischen Wandel und den geänderten Haltungsbedingungen, kontinuierlich verringert. Besonders schmerzt der Verlust von Jungzüchtern.

Aktuell sind wir mit 15 Mitgliedern einer der kleinsten Vereine im Kreisverband Südhannover.

In den 69 Jahren seines Bestehens wurde unser Verein von 4 ersten Vorsitzenden geleitet. Wilhelm Drebing war der erste. Ihm folgten Walter Beinhorn, Albert Dörhage und aktuell seit nunmehr 29 Jahren Reiner Schmitz.

In den übergeordneten Gremien der Geflügelzüchter haben sich 1 Zuchtfreundin und 2 Zuchtfreunde unseres Vereins verdient gemacht. Edeltraud Weidemann war von 1973 bis 1999 Schriftführerin im Kreisverband und anschließend bei der KV Jugend. Wilhelm Weidemann war im Kreisverband ( 1955 bis 1973 ) und im Landesverband Jugendleiter sowie Schriftführer im KV von 1952 bis 1973. Walter Beinhorn war Zuchtwart für Wassergeflügel und Hühner im KV von 1960 bis 1968.

Nachdem wir in früheren Jahren in verschiedenen Gaststätten in Hann. Münden unsere Versammlungen und Ausstellungen durchgeführt haben, sind wir seit gut 25 Jahren im Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Lippoldshausen zu Hause. Dort haben wir, wie viele von Euch / Ihnen persönlich beurteilen können, beste Bedingungen für Zusammenkünfte und die Präsentation unserer gefiederten Freunde.

Stand in früheren Jahren auch in der Rassegeflügelzucht der wirtschaftliche Gedanke bei vielen noch im Vordergrund, so hat sich das im Laufe der Jahre gewandelt. Auf unseren lokalen Schauen in Lippoldshausen werden seit Jahren ca. 30 % Zwerghühner und über 50% Tauben ausgestellt.

Früher überwog der Anteil von Groß-, Wassergeflügel und großen Hühnern.

Obwohl wir zu den kleinen Vereinen, was die Mitgliederzahl betrifft, im Kreisverband Südhannover zählen, sind wir doch lebensfähig und aktiv. Dokumentiert wird das speziell durch unsere jährlich durchgeführte Fulda-Werra-Weser Schau und der Beteiligung an Veranstaltungen in Hann. Münden und speziell im Ortsteil Lippoldshausen. Was für die Zukunft hoffen lässt, ist der positive Umstand, das sich im aktuellen Mitgliederbestand unseres Vereins das Pendel der passiven Mitglieder wieder deutlich zu Gunsten der Aktivmitglieder gedreht hat. Wenn es uns jetzt noch gelingt wieder Jugendliche für unser Hobby zu gewinnen, blicken wir in eine gute Zukunft.

Reiner Schmitz

( Vorsitzender )  

 

Kleintierzuchtverein Lauenförde

Der Kaninchenzuchtverein würde im August 1948 gegründet. Die ersten Mitglieder waren Karl Schwarz, Karl Zimmer, Ernst Mayer, J. Schlieve, V. Pfaar, A. Sauer, Fr. Meier. Laut 1. Protokoll 8, August 1948 1. Vorsitzender Karl Schwarz, 2. Vorsitzender Karl Zimmer.

Das 10. Protokoll am 01. Oktober 1949 sagt aus der Stellvertreter übernimmt alle Ämter. Am 20.01.1950 wird Karl Zimmer zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Im Gründungsjahr waren noch 5 Versammlungen. Es sollte ja auch gleich eine Werbeausstellung im Saal Paulmann sein, aber woher Käfige? Diese würden vom Verein Uslar geliehen. 65 Nummern diese würden von Karl Zimmer mit einen Pferdegespann von Uslar geholt. Standgeld 0,50 DM. Der Züchterkamerad Meyer, unser größter Aussteller, wurde von 5 Züchtern mit je 1,00 DM unterstützt.

Der stätige Aufbau begann nur mühsam in den 50er Jahren. Jedes Jahr war eine Ortsschau. Von dem kleinen Überschuss wurden neue Käfige gekauft. Gefeiert wurde aber immer mit einem Tanzabend.

Die größten Mitglieder Zuwachs waren aber in den 60er Jahren. Züchter aus den Nachbargemeinden war dies neues. Der Saal Paulmann wurde zu klein. Es wurde ins Hotel zur Weser umgezogen. Die Tierzahl der Ortsschau Geflügel 70-90 Tiere, Kaninchen 300-400 Tiere stellte den Verein vor neue Probleme. Wir bauten in Eigenleistung aus der Terrasse einen Anbau. Material stellte der Wirt.

In dieser Zeit waren auch die ersten Erfolge auf Verbandsebene zu verzeichnen. Vorreiter war unser unvergessener Karl Zimmer bei Geflügel mit seinen schwarzen weißen Zwergwyandotten. 1970 und 1971 Blaues Band Hannover. Für seine Erfolge auf Verbandsebene und im Verein bekam er als 8. Züchter des Kreisverbandes Südhannover die „Goldene Feder“.

Unvergessen sin die Ausstellungen im Hotel zur Weser. Alles auf engsten Raum, bis 1976, dann wechselten die Wirte.

Das Lokal wurde geschlossen. Wo nun hin? Die 7 Aktiven aus Haarbrück hatten mit dem Ortsvorsteher K. Bötter gesprochen. Hier versuchten wir es mit einer Jungtierschau. Gleich ein Erfolg. So waren wir sässig geworden und haben uns 22 Jahre dort wohlgefühlt. Nur das Wetter im Winter machte uns zu schaffen.

Karl Zimmer hatte als Vorsitzender sich für die Ausrichtung der KV-Schau beworben.

Am 26. Und 27. 11. 1985 waren wir Ausrichter der Kreisverbandschau Geflügel. Dieser fand in der großen Bürgerhalle in Haarbrück statt. Angeschlossen war die Sonderschau der gelb-schwarz columbia Zwergwyandotten sowie unsere Ortsschau.

Leider musste Karl Zimmer sein Amt als 1. Vorsitzender am 06.01. 1948 aus Gesundheitlichen Gründen abgeben. Er wurde als Ehrenvorsitzender ernannt.

339. Protokoll sagt aus. 06.01.1948 1. Vorsitzender Walter Brekerbohm. 1. Vorsitzender Gerhard Ewerling, Ehrenvorsitzender Karl Zimmer, Schriftführer Gertrud Zimmer, Kassierer Günter Steinmeier. Im selben Jahr verstarb noch Karl Zimmer.

Wir wollten aber immer wieder nach Lauenförde. Da kam uns die Firma Eggersmann zur Hilfe und wir konnten 10 Jahre in der Werkshalle unsere Ortsschau ausfechten bis 2010.

2011 Bekam die Gemeinde Lauenförde eine neue Schulturnhalle, die Alte Entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Wir fasten die Alte für unsere Ausstellungen gleich ins Auge. Wir verhandelten mit unseren Samtgemeinde Direktor und Bürgermeister Norbert Tyrassa. Dieser gab uns die Zusage. So sind wir schon wieder 5 Jahre im Zentrum Lauenförde Sportgelände. In all diesen Jahren ist dem Verein bei allen Ortsschauen von 1948 bis 2015 an Zuspruch bei den Ausstellungen nicht verloren gegangen.

Die Vertreter der Orte Bürgermeister, Ortsvorsteher, Verbandsvertreter, sowie der örtliche Presse waren immer geladen. Waren alle zugegen und fanden unsere Anerkennung.

Walter Brekerbohm

1.Vorsitzender

KLZV Lauenförde

 

Rassegeflügelzuchtverein Göttingen Grone von 1950

oder einfach

RGZV Göttingen Grone

Grone, ein nach Kriegsende dörflich, ländlicher Ort unweit vom Stadtgebiet Göttingen.

Viele uns heute noch bekannte Züchter wie Erich Böker oder aber der 2015 verstorbene Ehrenvorsitzende Walter Ropeter waren Mitglieder des Göttinger Geflügelzuchtvereins.

Wie dem mir vorliegenden Gründungsprotokoll zu entnehmen ist, hatten die dem Göttinger Verein angehörenden Groner Züchter den Wunsch auf einen eigenen Geflügelzuchtverein.

Grund war zum Einen die zur damaligen Zeit beschwerliche Anreise zu den jeweiligen Monatsversammlungen nach Göttingen, sowie auch, da es sich zu dieser Zeit um Nebenerwerbslandwirte handelte, die Zeit die oft fehlte, wenn man nach getaner Arbeit seiner Nebenerwerbslandwirtschaft nachging, um an den Versammlungen teilzunehmen.

Diese beiden Gründe waren aber nur auf dem Papier des lieben Friedens halbe als Grund angegeben.

Wie ich durch Gespräche mit Zuchtfreund Ropeter, sowie mit dem allseits bekannten und ebenfalls aus dem Göttinger Verein stammende Zuchtfreund Egon Bunzendahl und nicht zuletzt von Gesprächen mit unserem Ehrenzuchtwart Günter Dohrmann in Erfahrung bringen konnte, war der Hauptgrund scheinbar unüberwindbare Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstand des Göttinger Vereins.

In der am 15. Mai 1950 im Gasthaus Grabe stattgefundenen Zusammenkunft wurde Zuchtfreund Wenke der Auftrag erteilt, einen Antrag auszuarbeiten zur Gründung eines Vereins.

Dieser Antrag wurde dem Landesverband Hannoverscher Rassegeflügelzüchter übermittelt.

Der Verein sollte künftig den Namen

„Vereins für Rassegeflügelzucht von 1950 Grone Göttingen“ tragen.

Als Gründungsdatum wurde der 15.05.1950 eingetragen.

Von den insgesamt 25 Gründungsmitgliedern befinden sich noch heute Nachfahren in unseren Reihen. So z.b. vom damaligen Gründungsvorsitzenden Karl Thielbörger und Erich Söder.

Ebenfalls Gründungsmitglieder des Groner Vereins waren u.a. Erich Böker, sowie Walter Ropeter.

Den mir vorliegenden Protokollen der Versammlungen konnte ich schnell entnehmen, dass gerade in den Anfangsjahren die Züchter Erich Böker und Walter Ropeter, die im Positiven treibenden Kräfte waren, den Groner Verein voranzubringen. Dieses sprach sich im Göttinger Verein herum und es dauerte nicht lange bis die Göttinger Zuchtfreunde dem Groner Verein beitraten.

Letztendlich löste sich der Göttinger Verein auf.

Gründungsmitglieder einer ebenfalls in den 50er Jahren gegründeten Jugendgruppe des Vereins waren u.a. die Zuchtfreunde Heinz Eckhardt und Wolfgang Moritz. Wie mir Zuchtfreund Eckhardt berichtete, nahm auch er einen vom Verein gewährten Kredit in Anspruch um sich die von ihm liebgewonnene Rasse kaufen zu können. Diesen „Kredit“ mussten die Jungzüchter dann wöchentlich durch ihr geringes Taschengeld zurückzahlen.

Viele interessante und vielseitige Ausstellungen hat unser Verein hervorgebracht. So können wir nach 65 Jahren in 2015 unsere mittlerweile 58. Leinetalgeflügelschau ausrichten.

Ebenfalls weit über die Grenzen Göttingens hinaus, richten die Groner Züchterinnen und Züchter unterstützt von auswertigen Zuchtfreunden, jährlich am Karfreitag unsere Niedersächsische Zuchtstamm und Kükenschau, in diesem Jahr bereits die 51., aus.

Aber auch Kreisverbandsschauen des KV Südhannover, KVJ Schauen unseres KV. Zuchtwartetagungen und Schulungen unseres KV, LVJ Schauen des Landesverbandes Hannover und sogar eine Bundestagung des BDRG wurden von den Mitgliedern getragen.

Der Kreisverband Südhannover, dem wir ebenfalls angehören, besteht aus insgesamt 16 Vereinen.

Der RGZV Göttingen Grone ist der Mitglieder stärkste Verein.

In den 65 Jahren des Vereins hat sicher jeder Vorsitzende sein möglichtest versucht, den Verein im Rahmen seiner Möglichkeiten voranzubringen und seinen Stempel aufzudrücken.

Seit ich die Geschicke des Vereins seit 2012 als 1. Vorsitzender mit bestimmen darf, lag mein persönliches Ansinnen in erster Linie auf unser Hobby, den damit verbundenen Kontakten zu allen Züchterinnen und Züchtern und der Öffentlichkeitsarbeit.

Dieses zahlte sich meiner Meinung nach dahingehend auch aus, da wir seit Februar 2012 insgesamt 28 Neuaufnahmen zu verzeichnen haben. Unser Verein besteht im Moment aus 53 Männer – 22 Frauen und 10 Jungzüchtern.

Am 06.04.2014 war es dann endlich soweit. Unsere zukünftige Internetbeauftragte Stefanie Hartwig verschickte per Mausklick den von der JHV genehmigten Antrag an den Anbieter Strato zur Erstellung einer Vereinseigenen Homepage.

http://www.rgzv-goettingen-grone.de/

Gerade der Umgang mit den „ neuen “ Medien, sprich Internet, eröffnet hier ungeahnte Möglichkeiten und ist wichtiger denn je. Seit 2012 hat sich in 16 verschiedensten Aktivitäten der Verein der Öffentlichkeit präsentiert. Ob es nun am Ostersonntag beim Kindergottesdienst in einer Göttinger Kirche, dem Bürgerfest in Gone, der Groner Kirmes oder in Kindertagesstätten war, immer haben Mitglieder des Vereins versucht, unseren Verein positiv darzustellen. Nun hat jeder die Möglichkeiten weltweit sich über unseren Verein zu informieren.

Das aber auch ein Wandel über die Art und Weise unser lebendiges Hobby auszuleben stattgefunden hat, ist aber auch an unserem Verein nicht spurlos vorübergegangen.

Seit ich persönlich 1997 in diesem Verein eingetreten bin habe ich dieses Umdenken hautnah miterlebt. Waren es bei meinen Anfängen in den ersten Vereinsjahren noch die „ alten „ Züchter, die das große Augenmerk auf die Zucht und die Erringung von Preisen als oberste Priorität ansahen, so ist heute der Umgang mit den Tieren, vor allem aber die gesunde Ernährung für viele interessant geworden. Hier kann sich auch unser Verein „ normalen “ Hühnerfreunden nicht verweigern.

Wer Interesse hat an der Haltung, Zucht und Pflege von Rassegeflügel in Form von Hühner – Zwerg Hühner – Tauben – Enten oder Gänse, ist in unseren Reihen herzlich willkommen.

Wir treffen und an jedem 2. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im Gh. Berge im Göttinger Stadtteil Elliehausen.

Harmonie in unserem Verein ist dabei oberstes Gebot. Deshalb beende ich als Vorsitzender manche Versammlung mit den Worten:

„ Möge jeder seinen rechten und linken Nachbarn so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte!“

Mit züchterischem Gruß

Siegfried Machemehl (1.Vorsitzender RGZV Göttingen Grone)

 

KLZV Bodenfelde

Im August 1928 sammelte Wilhelm Sehrader aus Bodenfelde die Kaninchenzüchter: Adolf Stüber,

Karl Kumpert, Bernhard Wucherpfennig, Kurt Thiele und Albert Borchert um sich um einen Kaninchenzuchtverein zu gründen.

Mit Unterstützung des Kreisverbandsvorsitzenden Adolf Breul aus Moringen, unterstütz von Zuchtfreund Brauns, gelang dies auch und der Kaninchenzuchtverein F 15 Bodenfelde wurde gegründet.

In den schwierigen Jahren bis nach dem 2. Weltkrieg gab es kaum Aktivitäten, Tischbewertungen der Tiere wurden durchgeführt. Wilhelm Sehrader gab aber nie auf und mit neuen Zuchtfreunden aus den umliegenden Dörfern Lippoldsberg, Gieselwerder, Oedelsheim und Wahmbeck wurde 1948 die erste Kaninchenausstellung durchgeführt.

1956 wurde eine Geflügelsparte mit Unterstützung von Walter Ropeter aus Göttingen- Grone gegründet. Der Verein wurde umbenannt in Kleintierzuchtverein Oberweser F15 Bodenfelde. Eine erste gemeinsame Ausstellung gab es dann 1958.

1962 wurde dann unter Leitung von Kurt Kunert aus Gieselwerder eine Jugendgruppe gegründet.

1964 trat Wilhelm Sehrader nach 36 Jahren als Vorsitzender zurück und übergab den Verein an Heini Elges, der allerdings nur bis 1966 den Vorsitz übernahm, bevor Gerhard Schulze aus Bodenfelde zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. ln diesem Jahr gründeten 14 Mitglieder den Kleintierzuchtverein K52 Wahlsburg im benachbarten Hessen und traten aus dem Verein aus. Mit Geschick gelang es Gerhard Schulze aber wieder Ruhe in den Verein zu bringen und zukunftsfähig zu machen.

1969 wurde dann eine vereinseigene Brutmaschine angeschafft, die auch heute noch genutzt wird. Die jährlich stattfindenden Ausstellungen fanden im Wechsel in Bodenfelde bzw. Wahmbeck statt.

1976 legte Gerhard Schulze dann das Amt des 1. Vorsitzenden nieder und übergab an Harry Arnemann.

In 1978 wurde dann das 50 jährige Jubiläum mit einer großen Jubiläumsschau im Gasthaus Kempe in Bodenfelde gefeiert. Harry Arnemann trat 1980 zurück und übergab an Ottmar Eckardt, der bis 1983 den Vorsitz übernahm, bevor nun Fritz Karl Fischeder zum Vorsitzenden gewählt wurde und bis 1990 den Vorsitz übernahm. ln dieser Zeit wurde fünfmal eine Gemeinschaftsschau mit dem K 52 Wahlsburg abgehalten.

Der Verein hatte inzwischen wieder 52 Mitglieder, davon 12 Jungzüchter. Von 1990- 1994 wurde dann Hans Ulrich Grädler zum Vorsitzenden gewählt und von Gerhard Arnemann abgelöst.

2001 wurde der KLZV F15 Bodenfelde dann ins Vereinsregister beim Amtsgericht Northeim eingetragen, gleichzeitig wurde die Gemeinnützigkeit beim Finanzamt Northeim beantragt und genehmigt. Gerhard Arnemann legte das Amt der 1. Vorsitzenden nieder und übergab an Dietmar Böhm, der den Verein in den folgenden Jahren bis 2005 führte und in 2003 das 75 jährige Vereinsjubiläum wieder mit einer Jubiläumsschau, diesmal in Wahmbeck organisierte.

2005 übernahm dann wieder Hans Ulrich Grädler den Vorsitz und die Hochzeit des Ziergeflügels im KLZV Bodenfelde begann mit großen Ausstellungen in der alten Schulturnhalle in Bodenfelde. Als die Turnhalle 2010 dann an die DLRG verkauft wurde, entfiel diese Möglichkeit und Hans Ulrich Grädler zog sich, auch aus gesundheitlichen Gründen, immer mehr zurück. Ausstellungen wurden in diesen 3 Jahren nicht mehr durchgeführt und der Verein drohte in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

Schließlich erklärte sich in 2013 Dietmar Böhm wieder bereit, den Vorsitz zu übernehmen und dem Verein frischen Wind zu geben. Leider verstarb Dietmar Böhm plötzlich und unerwartet. Dem KLZV F15 Bodenfelde e.V. drohte jetzt endgültig die Luft auszugehen. Der bisherige zweite Vorsitzende David Kasten und der Kassierer Ulrich Vogel wollten dies aber auf keinen Fall zulassen und verständigten sich darauf, den Verein weiter am Leben zu halten. In 2014 wurde nach drei Jahren wieder eine Vereinsschau organisiert und als Dietmar Böhm Gedächtnisschau in DGH im Wahmbeck

durchgeführt. Auch in 2015 konnte wieder eine Vereinsschau erfolgreich durchgeführt werden.

Einige wenige Züchter haben den Kleintierzuchtverein über die Grenzen von Bodenfelde hinaus bekannt gemacht. In den frühen Jahren ab 1976 waren dies Alfred Rölke mit Leghorn und Ulrich Vogel (damals noch als Jungzüchter) mit Zwerg Sulmtalern beim Geflügel und Manfred Otte mit seinen Blauen Wienern und Harry Bunzendahl mit Weißen Wienern. Um die Jahrtausendwende war es dann aber auch Hans Ulrich Grädler mit seinem Ziergeflügel und Dietmar Böhm mit seinen Hellen Großsilber Kaninchen. ln den letzten Jahren glänzten dann die Jungzüchter Antonia und Lennert Vogel so z.B. als Deutsche Meister, Europameister und vielen weiteren herausragenden Ergebnissen in der Rassegeflügelzucht mit ihren Sulmtalern.

Die wenigen verbliebenen Züchter, viele sind in den Nachbarverein nach Hessen abgewandert, dem KLZV K52 Wahlsburg, wollen versuchen, eine kleine jährliche Ausstellung aufrecht zu erhalten. Es gibt einige wenige neue Interessierte, auch Jugendliche, die dafür sorgen könnten, dass der KLZV doch noch eine eigenständige Zukunft haben wird und nicht im weiter fortschreitenden Konzentrationsprozess aufgeben muss.

Der KLZV F 15 Bodenfelde e.V. hat derzeit 21 Mitglieder, davon 2 Jungzüchter.

Ulrich Vogel

Kassierer

KLZV F 15 Bodenfelde e.V.

 

 

KLZV F 92 Moringen e.V.

 

25 2015 Erfolgreiche Züchter bei der Ortsschau

Vor fast 50 Jahren am 07.03.1967 wurde der KLZV F 92 Moringen erneut gegründet. Damals trafen sich 15 Zuchtfreunde im Wepertor von Moringen. Unter Führung des gewählten 1. Vorsitzenden Karl Loth wurde der Kleintierzuchtverein gegründet. Von den 15 Gründungs­mitgliedern ist heute noch Horst Bensemann aktiv.

Schon im November 1967 fand die 1. Kaninchenausstellung im Wepertor statt. Bei der Jahreshaupt­versammlung 1968 zählte der Verein mit einer aktiven Jugendgruppe 34 Mitglieder. Auf der Jahreshauptversammlung wurde Emil Wittmeier zum 1. Vorsitzenden gewählt. Emil Wittmeier führte den Verein bis 1994 mit großem Erfolg.

Die Tierzahlen bei den Ausstellungen wurden immer mehr, sodass ab 1976 die Ausstellungen in der Stadthalle Moringen gemacht werden. 1974 wurde eine Frauengruppe gegründet. Der heute 10 Frauen angehören, die im Verein nicht mehr wegzudenken sind.

Seit 1985 findet nach Ostern unsere Zuchtstamm und Kükenschau statt. Seit 2008 werden auch Kaninchen mit zur Schau gestellt. Durch Eigenleistung der Mitglieder entstand 1990 bei der Amtsfreiheit in Moringen ein schickes Vereinsheim.

Im Jahr 1994 wurde Horst Kretschmer zum 1. Vorsitzenden gewählt. In dem Jahr wurde der Verein in das Vereinsregister als gemeinnütziger Verein eingetragen. Horst Kretschmer führte den Verein bis 2000. Als Nachfolge wurde Jens Körber für ein Jahr gewählt. 2001 nahm Dirk Wittmeier für 13 Jahre das Zepter in die Hand. Seit 09.2014 ist Kai Lohmann der 1. Vorsitzende.

Der Verein zählt zurzeit mit Frauengruppe und Jugendlichen 48 Mitglieder. 2017 wird ein großes Jahr für den F 92 Moringen. 50 Jahre ist meiner Meinung nach eine stolze Leistung. In Anbetracht der heutigen Zeit ist es nicht mehr leicht Junge Züchter für dieses Hobby zu gewinnen. Leider kommen auch immer mehr Auflagen die die Zucht zusätzlich erschweren. Dadurch sind altheimische Rassen vom Aussterben bedroht.

 

Kai Lohmann

  1. Vorsitzender

 

 

GZV Bilshausen und Umgebung von 1968

Es war einmal, in einem kleinen beschaulichen Örtchen, gelegen zwischen Katlenburg-Lindau, Wulften, Gieboldehausen und Bodensee. Am Rande des historischen Eichsfelds, an den Ufern der Rhume. Im Jahre 1968 hieß dieses kleine Dörfchen Bilshausen und so heißt es auch bis heute. Weltpolitisch nicht von Bedeutung, erst recht nicht in den politisch linksgerichteten Bewegungen die dieses Jahr auf der ganzen Welt mit sich brachte. Gründeten neun mutige und zukunftsorientierte Menschen einen neuen Verein, und begingen damit ihre ganz eigene 68er-Bewegung. Der GZV Bilshausen und Umgebung wurde gegründet. Werner und Elenore Althaus, Edgar und Elisabeth Ringling, Volkert und Ursula De Buhr, Dietbert Spiechert, Herbert Kreis und der noch sehr junge Willi Friedhoff sind die Gründer. Sie gaben ihrem Hobby ein Zuhause, in ihrer Heimat Bilshausen. Als Vereinsheim stand der Landgasthof Venjakob "Zur Linde" helfend zur Seite. In diesem Landgasthof hielten sie ihre Versammlungen ab und richteten auch den alljährlichen Höhepunkt ihres Hobbys aus. Die Präsentation, die Ausstellung ihrer Rassetiere für die Bilshäuser und den vielen Menschen aus der Umgebung. So wuchsen die Mitgliederzahlen schnell an. Denn solch schöne Tiere, wie sie hier präsentiert wurden, wollten viele auf ihrem Hof und im Garten laufen sehen. Nicht in schwindelige Höhe, wuchsen die Mitgliedszahlen aber doch gut und überschaubar. Bilshäuser und jene aus der Umgebung hielten den Verein lebendig und bildeten so ein Zentrum für Rassegeflügelzüchter, Rassegeflügelfreunde und das Rassegeflügel an den Ufern der Rhume für Interessierte aus Nah und Fern. Doch wie immer im Leben zogen auch einmal dunkle Wolken auf. In dem Vereinsheim, dem Saal konnten nach dessen Sanierung, keine Ausstellungen mehr ausgerichtet werden. Ein Schlag ins Gesicht, das war klar. Aber war dies der Untergang des noch jungen Vereins ? Nein, "Es muss weitergehen!" Das war allen klar, so bot Elfriedes Tenne im Gasthaus "Zum Löwen" in Bilshausen dem jungen Verein ein neues Zuhause. Viel Arbeit, aber zu schaffen. So entstand 1995 mit viel Mühe und noch mehr Schweiß die neue Ausstellungshalle des GZV Bilshausen u.U. in der Tenne des neuen Vereinsheims. Hier hat der Verein bis heute seine Heimat. Mit viel Schwung und einem neuen Zuhause jagte der Verein durch die Jahrtausendwende.

Die immer populärere Ausstellung sorgte für viel Begeisterung bei den Besuchern und so kam es, das es immer mal im Jahr sogar zwei Ausstellungen gab. Die Ortsschau des GZV Bilshausen u.U. und eine eigenständige Kreisverbandsjugendschau mit Hilfe des Vereins. So ergab es sich schließlich, dass der Verein nicht nur zur Heimat der eigenen Mitglieder wurde, nein auch die KV-Jugend bekam eine regelmäßige Heimat für ihre nunmehr angeschlossene KV-Jugendschau. Daher wird es sich auch ergeben, dass der 1.Vorsitzende, das mittlerweile nicht mehr so junge Gründungsmitglied, Willi Friedhoff in diesem Jahr, 2016, am 12.-13. November die 46. Rhume Rassegeflügelschau in Bilshausen gemeinsam vom GZV Bilshausen u.U. und der KV-Jugend eröffnen wird. Diese Schau soll und wird ein weiterer Stein im Weg des Vereins sein, zu seinem 50. jährigen Jubiläum im Jahr 2018. Denn wenn der Verein bis dahin nicht gestorben ist, dann lebt er noch ganz, ganz lange.

Der Vorstand

 

Kleintierzuchtverein Langenholtensen

In den siebziger Jahren war es im ländlichen Raum üblich, dass die Bevölkerung vielerorts Kleintiere ihr Eigen nannte. So war es auch in Langenholtensen, einer 1400 Seelen-Gemeinde bei Northeim. Unter der Bevölkerung waren nicht nur Kleintierhalter, sondern auch Kleintierzüchter.

Von denen trafen sich am 26. März 1972 acht Kleintierzüchter und gründeten den Kleintierzuchtverein F515 Langenholtensen. Die Gründungsmitglieder waren Günter von Sehlen, Walter von Sehlen, Kurt Kempe, Dieter Sakel, Ernst Arnemann, Hans-Georg Röttcher, Wolfgang Bokelmann und Heinz Wegener.

 Der erste Vorstand setzte sich aus den Vereinsmitgliedern Günter von Sehlen (1. Vors.), Walter von Sehlen (2.Vors.), Kurt Kempe (Kassierer) und Dieter Sakel (Schriftführer) zusammen.

Ziel des Vereins sollte die Förderung der Rassegeflügel-, Kaninchen- und Ziergeflügelzucht sein.

Bereits im Jahr 1972 richtete der KLZV F515 Langenholtensen seine, mit 240 Nummern beschickte, 1. Vereinsschau auf dem Saal der Gaststätte Menzhausen aus. Für die Schau wurden die erforderlichen Käfige von benachbarten Vereinen ausgeliehen. Im Vorfeld der Schau wurde die Dekoration für die Saalausschmückung aus der Langenholtenser Forst geholt, das so- genannte „Büsche fahren“.

Im Jahr 1973 wurden vom Verein bereits 100 Nummern eigene Käfige angekauft, die im Laufe der Folgejahre aufgestockt wurden. - Heute besitzt der Verein über 500 Nummern Käfige unterschiedlicher Größe - . Die erforderlichen Böden und Ständer für die Käfige und Volieren für das Ziergeflügel wurden von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung gefertigt.

 Auch eine vereinseigene Brutmaschine wurde im Jahr 1974 gekauft.

Im Jahr 1974 wurde eine Frauengruppe ins Leben gerufen, die sich bereits im selben Jahr bei der Vereinsschau mit Erzeugnissen präsentierte.

Bereits in den 70-ziger Jahren waren die Vereinsmitglieder mit ihren Tieren auf überregionalen Schauen mit Erfolg präsent.

Gerade in den Anfangsjahren kam das Vereinsleben über das Jahr gesehen nicht zu kurz. Neben der Jahreshaupt-, der Herbstversammlung und den Vorstandssitzungen wurden in den Sommermonaten

Frühschoppen bei Vereinsmitgliedern und eine Tierbesprechung durchgeführt. Es fanden Wandertage, gemütliche Abende, Treffen auf dem Holzpartyplatz und Tagesfahrten zu den unterschiedlichsten Zielen statt. Auch bei den Veranstaltungen der örtlichen Vereine, machte der Verein durch gelungene Darstellungen auf sich aufmerksam.

Der alljährliche Höhepunkt war jedoch die Vereinsschau, die im Laufe der Jahre eine Größenordnung von über 400 Nummern ausgestellter Tiere angenommen hatte. Auch die Mitgliederzahl des Vereins war auf über 40 Mitglieder Mitte der achtziger Jahre angewachsen.

Das Jahr 1988 endete für den Verein wenig erfreulich, denn 9 Kaninchenzüchter meldeten sich aus dem Verein ab und gründeten in Langenholtensen einen Kaninchenzuchtverein. Auch die Frauengruppe wurde in dem Jahr aufgelöst.

Die im KLZV F515 Langenholtensen verbliebenen Kaninchenzüchter stellten weiterhin bei unserer Vereinsschau aus, so dass auch nach 1988 bei den Vereinsschauen Rassegeflügel, Kaninchen und Ziergeflügel präsentiert wurde. Als besondere Auszeichnung wird seit 1989 das „Retobergband“ auf unserer Vereinsschau vergeben.

Im Jahr 1991 gehörten dem Verein 45 Mitglieder und 5 Jungzüchter an.

 Aus gesundheitlichen Gründen stand bei der Jahreshauptversammlung 1991 der 1. Vorsitzende Günter von Sehlen, der das Amt von 1972 bis 1991 ausübte, nicht mehr zur Wahl.

 Bei der Jahreshauptversammlung am 14. März 1991 wurde Zuchtfreund Manfred Peter zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand setzte sich aus den Zuchtfreunden Helmut Kretzer (2. Vors.), Dieter Knigge (Kassierer) und Jörg von Sehlen (Schriftführer) zusammen. Günter von Sehlen wurde bei der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

In 1991 nahm der neue Vorstand eine neue Herausforderung, die Ausrichtung der Harz-Solling- Kaninchenschau, in Zusammenarbeit mit dem Kaninchenzuchtverein F 99 Northeim, an. Schonnach einem Jahr übernahm unser Verein die Federführung, so dass bereits im Jahr 1994 dem damaligen 1. Vorsitzenden, der seit 1992 die Ausstellungsleitung übernommen hatte, die „Große Landesverbandsmedaille der hannoverschen Kaninchenzüchter“ verliehen wurde.

Unsere Vereinsschau fand jährlich von 1972 bis 1995 auf dem Saal der Gaststätte Menzhausen statt. Da die Räumlichkeiten in der Gaststätte 1996 renoviert wurden, musste unser Verein neue Räumlichkeiten suchen, die er in der Unteren Dorfstraße 35, ehemalige Gaststätte Rusch in Langenholtensen, fand.

 Das Jahr 1997 sollte ein ganz besonderes Jahr für unseren Verein werden, denn in diesem Jahr jährte sich die Gründung des Vereins zum 25. mal.

 Das Jahr begann jedoch durch den plötzlichen Tod unseres langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Günter von Sehlen traurig.

 Im Sinne des Verstorbenen feierten die Vereinsmitglieder mit Ehrengästen vom LV und KV, der Politik, Gästen von den örtlichen Vereinen und Vertretern von Vereinen aus dem Kreisverband am 22. März 1997 das 25-jährige Vereinsjubiläum auf dem Saal der Gaststätte Menzhausen. Der Saal platzte bei

 128 Teilnehmern, die bis in die Morgenstunden ausgelassen feierten, fast aus den Nähten. U. a. wurden Vereinsmitglieder bei dem Jubiläum mit der neu eingeführten silbernen Vereinsnadel für 15-jährige und mit der goldenen Vereinsnadel für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Die Harz-Solling-Kaninchenschau wurde, auf Grund eines Mitgliederbeschlusses, letztmalig unter Federführung unseres Vereins im Jahr 1995 durchgeführt.

 Das neue Jahrtausend bescherte dem Verein eine konstante Mitgliederzahl von über 40 Vereinsmitgliedern, die neben den Versammlungen und der Vereinsschau durch Frühschoppen bei Vereinsmitgliedern, Tagesfahrten, etc. und der Jahresabschlussveranstaltung bei unserem Zuchtfreund Dieter Sakel auf der Zuchtanlage bei Laune gehalten wurden.

 Im Jahr 2004 hat unser langjähriges Vereinsmitglied Jörg von Sehlen die Preisrichterprüfung der Gruppe B und D (Hühner u. Zwerg-Hühner)  bestanden. Im Jahr 2005 stellte er wiederholt sein Können bei der Deutschen Junggeflügelschau mit der Rasse Zwerg-Wyandotten, weiß- schwarzcolumbia unter Beweis, in dem er den Goldenen Siegerring errang.

 Bei der Jahreshauptversammlung am 17. März 2006 stellte sich der 1. Vorsitzende Manfred Peter für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.

Durch die Versammlung wurde Zuchtfreund Kurt Heinzmann zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Der Vorstand setzte sich aus den Zuchtfreunden Kurt Heinzmann (1. Vors.), Helmut Kretzer (2.Vors.), Manfred Peter (Kassierer) und Wilfried Menzhausen (Schriftführer) zusammen.

Im Jahr 2007 fanden die beiden Vereine KLZV F515 und KZV F66 Langenholtensen zusammen und richteten die 1. Gemeinschaftsschau auf dem Saal Untere Dorfstraße 35 in Langenholtensen aus. Leider wiederholte sich diese sinnvolle Zusammenarbeit nur noch im darauf folgenden Jahr.

Die Strukturen des ländlichen Lebens haben sich im Laufe der Jahrzehnte geändert, so dass auch unser Verein von den Negativentwicklungen nicht verschont blieb.

 Im Jahr 2009 hat unser Verein das Zuchtbuch Kaninchen geschlossen und beim Kreisverband abgemeldet.

 Bei den folgenden Vereinsschauen stellten die Vereinsmitglieder zwischen 90 und 150 Nummern Rassegeflügel und Ziergeflügel aus. In den Sparten Rassegeflügel und Ziergeflügel waren und sind die Vereinsmitglieder weiterhin sehr aktiv und auch über die Kreisgrenzen hinaus höchst erfolgreich.

Mit den Namen Heinzmann, Kretzer, Molthan, Peter, Sakel, von Sehlen (über 3 Generationen hinweg) sind überregionale große Preise wie Europameister, Europachampion, Blaues Band, Siegerband, Deutscher Meister, Norddeutscher Meister, Kreisverbandsmeister, Sondervereinsmeister und Ehrenbänder verbunden. Für die Sparte Kaninchen konnten die Zuchtfreunde Bergmann, Blank, Bohne, Draht, Frieling, Hamm und Peter „Landesverbandsmeister- bzw. Kreismeister- Ehren“ erringen.

Die Mitgliederzahl hat sich im Jahr 2016 auf 30 Mitglieder eingependelt. Erfreulich ist, dass dem Verein die Gründungsmitglieder Hans-Georg Röttcher, Dieter Sakel und Heinz Wegener über die Jahre die Treue gehalten haben.

 Mittlerweile blickt der Verein auf eine 44-jährige Vergangenheit zurück, wobei bereits im Gründungsjahr und in den Folgejahren jedes Jahr eine Vereinsschau stattgefunden hat.

Im Jahr 2016 wird der Verein mit seiner 45. Vereinsschau in die ursprüngliche Räumlichkeiten der ehemalige Gaststätte Menzhausen zurückkehren.

 Die Käfige und alle Vereinsgegenstände haben einen Platz bei Zuchtfreund Manfred Peter gefunden.

Die Geschicke des Vereins werden z. Zt. von den Zuchtfreunden Kurt Heinzmann (1. Vors.), Jörg von Sehlen (2. Vors.), Thorsten Sakel (Kassierer) und Manfred Peter (Schriftführer) gelenkt.

Manfred Peter

(Schriftführer) 

 

KLZV F530 Schoningen

Der Kleintierzuchtverein Schoningen wurde 1975 gegründet und vertritt neben den KLZV Bodenfelde und Lauenförde die Züchterwelt im Mittelgebirge Solling-Vogler. Der Verein hat in seiner Kulturscheune schon Kreisverbandsjugendschauen durchgeführt und wir derzeit von Helmut Luig als erster Vorsitzender geführt.

 

Kreisverbandsjugend

In den ersten Jahrzehnten des Kreisverbandes wird es kaum eine Jugendarbeit gegeben haben.

Die Jugendgruppen hatten ihre Anfänge in den frühen fünfziger Jahren, wie z. B. bei den Vereinen GZV Northeim, GZV Osterode und RGZV Göttingen-Grone.

Der erste Kreisjugendleiter war Wilhelm Weidemann über eine lange Amtszeit von 1955 bis 1973. Er brachte die Landesjugendschau 1970 nach Göttingen. Es folgten dann noch die nächsten Schauen der Landesjugend in den Jahren 2011 nochmals in Göttingen und 2015 in Osterode am Harz / Ortsteil Förste. Diese Schauen wurden von seinen Nachfolgern im Kreisverband organisiert.

Ein in der Mitte der 90er Jahre eingeführtes Jugendevent ist das Hähnekrähen am 1. Mai in Dassel, das bis heute ein wichtiger Bestandteil der Kreisjugendarbeit ist und sich immer noch einer großen Beliebtheit erfreut. Im Jubiläumsjahr des Kreisverbandes findet das 20.Hähnekrähen statt.

Für die Jugendarbeit wurde 2008 auf der JHV des Kreisverbandes in Lauenförde ein Abgabesockelbetrag von 0,75 € eingeführt, der in diesem Jahr auch wieder auf der JHV in Lauenförde um 0,25 € erhöht wurde, damit die Jugendarbeit weiter attraktiv gestaltet werden kann.

Im Jahre 2009 fand die 20ste eigenständige KV Jugendschau in Nörten-Hardenberg statt, die letzte eigenständige Jugendschau war 2010 in Schoningen

Folgende LV Jugend-Veranstaltungen wurden bisher von Vereinen aus dem Kreisverband Südhannover organisiert:

- 1990 LVJ Zeltlager in Potzwenden und 2014 in Osterode an Harz / Ortsteil Förste.

- LV Jugendleiterschulungen im Solling CVJM Dassel, 2011 in der Jugendherberge Göttingen und 2015 in Jugendgästehaus in Osterode am Harz.

In den letzten zurückliegenden 5 Jahren sind die KV Jugend der Sparte der Rassegeflügel- und Rassekaninchenzucht enger verbunden und richten die Vereinsspiele und das Jugendkegeln gemeinsam aus.

Auch an den Zeltlagern beider Verbände nahmen die einzelnen Sparten teil.

Zurzeit sind dem Landesverband Hannover 57 Kinder und Jugendliche aus 12 Vereinen des Kreisverbandes gemeldet.

Der Vorstand der Jugend des Kreisverbandes setzt sich 2016 wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender Uwe Schrader

2. Vorsitzender Werner Stietenroth

Schriftführer Sebastian Kopp

Kassiererin Stefanie Walter

Beisitzer Reinhard Schaffner

Uwe Schrader

Vorsitzender KVJ

Entwicklungen im Kreisverband in den letzten 10 Jahren

Vereine leben aus Ihrer Vergangenheit müssen sich in der Gegenwart bewähren. Es ist aus diesem Grunde immer wichtig sich die aktuelle Entwicklungen anzusehen, um daraus Handlungsnotwendigkeiten abzuleiten. Ziel und Zweck unserer Arbeit ist die Erhaltung der Biodiversität. Dies kann nur gelingen, wenn wir viele Gleichgesinnte von unserer Arbeit als Mitglieder, Mithelfer und Freunde überzeugen.

Per 15. Januar 2016 waren in unseren Vereinen folgende Mitglieder organisiert. Besonders erfreulich ist, dass 13% der organisierten Mitglieder Jugendliche und Kinder sind.

Die Entwicklung in den Ortsvereinen ist sehr unterschiedlich in den letzten 5 Jahren gewesen. Einige Vereine konnten deutliche Mitgliederzuwächse verzeichnen. Andere Vereine mussten Mitgliederrückgänge verkraften.

Das Jahr 2015/16 bedarf aber einiger Erläuterungen. Der Mitgliederrückgang von 44 Mitgliedern ist zum einen auf das Erlöschen des GZV Uslar mit 15 Mitgliedern und der Abmeldung der Kaninchenzüchter im KLZV Dassel mit 33 Mitglieder zurückzuführen. Der Kreisverband hätte ansonsten ein stabiles Mitgliederfundament gehabt.

Neben den Mitgliederzahlen sind die Entwicklungen der Ausstellungszahlen interessant. Es ist im Kreisverband gelungen in den letzten 7 Jahren nahezu konstant zu halten. So konnten in 2015 wieder nahezu die Meldeergebnisse wie in 2009 erreicht werden. Besonders erfreulich ist auch hier die starke Präsenz der Jungzüchter und Jungzüchterinnen in den angeschlossenen Jugendabteilungen. So stellen die Jungzüchter schon seit Jahren mehr als 14% der ausgestellten Tiere.

Die gelb hinterlegten Jahre, zeigen an, wer in dem Jahr eine Kreisverbands-, Kreisgeflügel-, Kreistaubenschau oder eine Kreisverbandsjugendschau durchgeführt hat. die Reihenfolge der Aufzählung richtet sich nach den durchschnittlichen Meldezahlen der betrachteten Jahre.

 

Persönlichkeiten des

Kreisverbandes

Leider liegen dem Verfasser nicht zu allen Persönlichkeiten Unterlagen vor, so dass hier zum Teil nur bei einer Aufzählung bleibt.

  • Hugo de Roi

Hugo de Roi wurde am 29. Oktober 1839 in Braunschweig geboren. Er war Gründer der der Zigarrenfabrik du Roi und Kühner später du Roi und Co. Über die Grenzen bekannt gemacht haben ihn jedoch seine Verdienste um die Geflügelzucht. Auf diesem Gebiet hat er sich im Laufe der Jahre zu einer Autorität von Weltruf herangebildet. Er gründete den Verein für Geflügelzucht und war Mitbegründer des Deutsch-Österreichischen Geflügelzüchtervereins. Er verstarb am 19.01.1911. Sein Grab gehört zu den Ehrengräbern der Stadt Braunschweig.

  • Oberstleutnant Röttinger

Leider ist über den ersten Vorsitzenden unseres Kreisverbandes nur bekannt, dass er neben diesem Ehrenamt schon am 16. März 1882 als 1. Schriftführer des 1881 gegründeten Club deutscher österreich-ungarischer Geflügelzüchter in Braunschweig gewählt wurde. Oberstleutnant Röttinger hat am dem 6. Geflügelkongress 1881 der als Gründungsveranstaltung unserer Hauptorganisation gelten kann teilgenommen und einen Vortrag am Montag den 7. März 1881 neben Hugo du Roi und Robert Oettel über „Wengersche Brutmaschinen“ gehalten.

-           Wilhelm Weidemann

Wilhelm Weidemann als Ehemann von Edeltraud Weidemann war nicht nur ein Förderer der Jugendarbeit im Kreisgebiet dessen erster Jugendleiter er war, sondern auch im Landesverband. Er führte als Kreisverbandsjugendobmann die Geschicke von 1955 bis 1975, in dieser Zeit war er auch Landesjugendobmann. Darüber war er ein Züchter der Thüringer Barthühner, dessen Sonderverein er nach der Teilung Deutschlands im Westen wieder aufbaute und als Vorsitzender führte. Seine ersten Thüringer Barthühner hat er 1950 von einer Schau in Erfurt mit nach Hause gebracht und seit dieser Zeit unter immer schwerer werdenden Bedingungen Kontakt zu den Züchtern in Ostdeutschland gehalten. Auf der Europaschau 1960 in Essen wurde Wilhelm Weidemann mit einem goldgetupften Thüringer Barthuhnhahn zum Europa-Champion erklärt. Aufgrund seiner Kontakte wurde Wilhelm Weidemann am 12.12.1954 in Fischbach/Thüringen zum Ehrenmitglied des dortigen SZG ernannt.

  • Edeltraud Weidemann

Die Rassegeflügelorganisation muss tief bewegt Abschied von seinem Mitglied Frau Edeltraud Weidemann nehmen, die am 13.10.2012 im Alter von 84 Jahren verstarb.

Frau Weidemann wurde am 14. Juli 1928 in Erfurt/Thüringen geboren und lebte seit 1954 in der Drei-Flüsse-Stadt Hannoversch Münden. Sie war verheiratet mit dem Landesverbandsjugendobmann des LV Hannovers Herr Wilhelm Weidemann. Seit 1968 war sie Mitglied in der Organisation u. a. in den Ortsvereinen GZV Einbeck, GZV Hannoversch Münden, RGZV Göttingen-Grone und GZV Hannover. Ebenso gehörte Sie seit 1974 dem Sonderverein zur Erhaltung der Thüringer Barthühner und Thüringer Zwerg-Barthühner e.V. an und war als Ehrenmitglied organisiert. Die Thüringer Barthühner in schwarz züchtete Sie bis 1997 mit großen Erfolgen auf Lokal-, Regional- und Bundesschauen. Sie wurde 1988 mit der silbernen Ehrennadel vom SV ausgezeichnet.

Sie war für den Kreisverband Südhannover als Schriftführerin über 20 Jahre von 1974 bis 1999 aktiv. Für die Jugend im Kreisverband hatte Sie das Amt der Schriftführerin von 1990 bis 2010 und das der Jugendkassenleiterin von 1990 bis 2012 inne. Vor allem im Bereich der Jugend hatte Sie sich besonders auch in der Ausstellungsarbeit große Verdienste erworben.

Für diesen unermüdlichen Einsatz wurde sie mit der silbernen und goldenen LV und Bundesnadel geehrt und ist seit 1996 Trägerin der Goldenen Feder des Landesverbandes und Ehrenmitglied im Landesverband.

  • Gerhard Jahn

Am 6. Juli 2009 verstarb nach langer, schwerer Krankheit unser Ehrenvorsitzender Gerhard Jahn. Er war seit 47 Jahren aktiver Rassegeflügelzüchter im GZV Osterode am Harz. Mit 10 Jahren erwarb er sich bereits fundierte Kenntnisse über Tauben, Hühner und anderes Rassegeflügel. Zuchtfreund Jahn war mit seinen Tieren auf allen Ebenen der deutschen Rassegeflügelzucht erfolgreich und teilte sein Wissen und die Freude am Hobby mit allen Gleichgesinnten.1974 legte er die PR Prüfung ab und wurde nur wenig später zum SR für Welsumer und Zwerg Welsumer berufen. In der Organisation hat er hervorragende Leistungen erbracht. 1967 wurde er Mitglied im RGZV Hannover. Im GZV Osterode war er von 1963 bis 1978 Kassenwart sowie Schriftführer, und 1. Vorsitzender von 1981 bis 2000.

Im Jahr 2001 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zfr. Jahn war seit 1993 Geschäftsführer vom Bez. Sachsen – Anhalt des SV Modeneser – Züchter. Mitglied im Südharzer Taubenclub und im SV der Welsumer und Zw. Welsumer Züchter.

 Im KV Südhannover war er bis 1976 KVJO. 2. KV Vorsitzender von 1994 – 1996, von 1996 – 2007 1. KV Vorsitzender danach 2. Vorsitzender. Im März 2009 wurde er zum Ehrenvorsitzenden des KV Südhannover ernannt. Zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen geben Zeugnis von einen erfolgreichen und anerkannten Wirken für das Hobby Rassegeflügelzucht ab. Unter Anderem wurde ihm 1992 die Ehrennadel des BDRG in Gold verliehen. 1998 wurde er zum Meister der Hannoverschen Rassegeflügelzucht ernannt und war somit Träger der goldenen Feder.

Seit 2004 war er im Besitz der silbernen Nadel des SV Modeneser Bezirk Sachsen – Anhalts.

  • Helmut Wedemeier

Am 3. September 2009 verstarb nach langer, schwerer Krankheit unser Ehrenvorsitzender Helmut Wedemeyer im Alter von 85 Jahren.

Seit seiner Jugend war er mit Rassegeflügel verbunden. Er züchtete mit großem Erfolg über 35 Jahre weiße Barnevelder, später gelbe Orpington, Bielefelder Kennhühner, danach goldhalsige deutsche Zwerghühner. Leider musste er aus gesundheitlichen Gründen, die Zucht aufgeben.

In der Organisation hat Helmut Wedemeyer hervorragende Leistungen vollbracht. 1942 wurde er Mitglied im GZV Hildesheim und 1952 im GZV Osterode am Harz. Im GZV Osterode war er 26 Jahre lang 1. Vorsitzender. Dem GZV Hannover gehörte er seit 1978 an. Das Ehrengericht des LV Hannover hat Zuchtfreund Wedemeyer mit viel Sachverstand geleitet. Im KV Südhannover war er 2. Vorsitzender von 1969 bis 1987 und 1. Vorsitzender von 1987 bis 1994.

Mit viel Fachwissen war Helmut Wedemeyer Koordinator zwischen dem LV Hannover und dem Verband für Wirtschaftsgeflügel in Niedersachsen. Für seine Umfangreiche Tätigkeit im LV Hannover und KV Südhannover wurde Helmut Wedemeyer 1967 mit der Ehrennadel des BDRG in silber, sowie 1979 in gold und 1974 mit der goldenen Feder des LV Hannover ausgezeichnet. Helmut Wedemeyer war Ehrenvorsitzender im KV Südhannover, sowie im GZV Osterode und wurde 1995 zum Bundesehrenmeister ernannt.

 

  • Kurt Becker

Geboren 1934, war er von 1997 bis 1986 Landesverbandsvorsitzender im LV Hannover. Er war ein Motor seines Heimatvereins dem RGZV Göttingen-Grone und bekannt für seine Vielzahl von Tieren. Leider verstarb er schon im Alter von 52 Jahren in 1986.

  • Georg Küchemann

Zuchtfreund Georg Küchemann aus Einbeck, leitete den Kreisverband 25 Jahre, von 1962 bis 1987. Danach war Ehrenvorsitzender.

Leider liegen derzeit keine weiteren Informationen zu diesen verdienten Vorsitzenden des Kreisverbandes Südhannover vor.

 

 

-           Walter Ropeter

Walter Ropeter ein echter Sohn Göttingen-Grone wurde 1919 geboren und hat früh sein Herz an die Rassegeflügelzucht verloren und trat 1946 in den GZV Göttingen ein. 1950 war er Gründungsmitglied des RGZV Göttingen Grone. Er züchtete mit viel Liebe seine Zwerg-Welsumer in rost rebhuhnfarbig an deren form- und farblichen Festigung er sich verdient gemacht hat. Ebenso war er der über alle Grenzen bekannte Züchter von rebhuhnfarbigen Italienern. Im Ortsverein Göttingen Grone hatte er das Amt des Zuchtwartes von 1951 bis 1970 inne. Danach war er bis 1973 2. Vorsitzender und führte den RGZV Göttingen Grone als 1.Vorsitzender von 1973 bis 1992 über nahezu 20 Jahre.

Im SV der rebhuhnfarbigen Italiener Bez. Niedersachsen war er Zuchtwart von 1967 – 1993 und im KV Südhannover bekleidete er ebenfalls das Amt des Zuchtwartes von 1964 – 1994. Er war seit 1995 ein gefragter und geachteter Preisrichter.

Er war Bundesehrenmeister, sowie Träger der goldenen Feder, die ihm 1977 verliehen wurde.

Die Liste der verdienten Züchter ist sicherlich länger als die hier dargestellten Persönlichkeiten. Es wurde sich im Wesentlichen daran orientiert, wer über seinen Verein hinaus noch heute bekannt ist und deren Lebenswerk im Sinne der deutschen Rassegeflügelzucht wir fortsetzen wollen. Jeder von uns ist aufgefordert, die Geschichte unseres Kreisverbandes fortzusetzen und in die Zukunft weiterzutragen, damit für spätere Generationen die Beschäftigung mit der schönsten Freizeitgestaltung erhalten wird.

Im Kreisverband Südhannover werden verdiente Züchter zu Kreisverbandsehrenmitgliedern ernannt, wenn Sie das 75. Lebensjahr erreicht haben und über die Ehrungen des Bundes- und Landesverbandes in Gold und Silber verfügen. Im Jubiläumsjahr waren folgende Züchter

 

Ehrenmitglieder des Kreisverbands Südhannover[2]

Name

Verein

Dieter Kleinhans (2016)

vomRGZV Gö Grone

Fritz Schikorr (?)

vom GZV Einbeck

Günter Schwetje (2013)

vom RGZV Gö Grone

Günther Dohrmann (2009)

vombRGZV Gö Grone

Günther Klinke (2008)

vom GZV Einbeck

Gustav Niehus (2010)

vom GZV Osterode

Harry Arnemann (2010)

vom GZV Bodenfelde

Heinrich Hampe (2011)

vom RGZV Gö Grone

Heinz Eckhardt (2016)

vom RGZV Gö Grone

Heinz Klupp (2015)

vom GZV Ha.Münden

Herbert Meinert (2000)

vom GZV Einbeck

Hermann Lampe (2014)

vom GZV Einbeck

Horst Spornhauer (2012)

vom GZV Ha.Münden

Karl Heinz Matting (2014)

vom GZV Einbeck

Karl Rudolph (2014)

vom KlZV Dassel

Ludwig Krone (1999)

vom GZV Duderstadt

Otto Krummradt (2008)

vom GZV Northeim

Siegfried Hahn (2012)

vom RGZV Gö Grone

Udo Pakusch (2014)

vom GZV Holzminden

Walter Brekerbohm (2008)

vom KlZV Lauenförde

Walter Tempel (2012)

vom GZV Ha.Münden

Walter Wollenweber (2009)

vom GZV Einbeck

Werner Fischer (2011)

vom RGZV Gö Grone

Wolfgang Ruwisch (2013)

vom RGZV Gö Grone

Die in Klammer gesetzte Jahreszahl gibt an, in welchem der Züchter zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Die Goldene Feder ist die höchste Auszeichnung des Landesverbands Hannoverscher Rassegeflügelzüchter. Diese Auszeichnung ist auf 1,5% der lebenden Mitglieder begrenzt und setzt ein über alle Maßen umfangreichen und engagierten Einsatz für die deutsche Rassegeflügelzucht voraus. Im Jubiläumsjahr sind folgende Mitglieder Träger dieser höchsten Auszeichung im Landesverband

Name

Verein

Günther Dohrmann (2004)

vom RGZV Gö-Grone

Siegfried Hahn (1998)

vom RGZV Gö-Grone

Dieter Jagemann (2007)

vom GZV Duderstadt

Joachim Köchermann (2004)

vom GZV Osterode

Otto Krummradt (1990)

vom GZV Northeim

Friedhelm Niehus (2014)

 Vom GZV Osterode

Die in Klammer gesetzte Jahreszahl gibt an, in welchem der Züchter zum Träger der Goldenen Feder ernannt wurde.

Zuchtfreund Otto Krummradt ist derzeit das einzige Mitglied unseres Kreisverbandes, welcher den Titel Bundesehrenmeister (1998) trägt.

 

Abspann

Wir danken allen, die sich an der Enthebung dieser Chronik beteiligt haben. An dieser Stelle möchte ich auch unseren Zuchtfreund Horst Kretschmer nennen, der sich schon bei der Entstehung der Chronik für das 110Jährige verdient gemacht hat, die dieser Chronik als Grundlage gedient hat. Die Mitglieder des Kreisverbandsvorstandes und die Vorsitzenden der Ortsvereine haben sich ebenfalls durch Beiträge eingebracht.

Der vorgelegte Rückblick in 125 Jahre Kreisverbandsgeschichte stellt nicht einen Endpunkt dar, sondern soll vielfältig noch ergänzt werden. Es ist angedacht, daraus ein Online-Werk zu machen, dass zukünftig in unser immer schnelllebigen Zeit fortgeschrieben werden soll und aber auch die Vergangenheit jeweils um neue Erkenntnisse bereichert werden kann. Dadurch soll sichergestellt werden, das unsere Vergangenheit und die gelebte Zukunft protokollarisch erhalten bleibt.

Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, so war dies nicht bewusst und kann als Ansporn gesehen werden, sich an der Überarbeitung zu beteiligen.

Abschließen wollen wir diese Chronik mit einem Gedicht vom Zuchtfreund und Preisrichterkollegen Toni Herz vom Landesverband Bayern aus Mindelheim:

Das bewährte Gute vom Alten,

sollten wir treu und dankend erhalten.

An diesem Erbe sollten wir uns orientieren,

in diesem Geiste gilt’s, sich zu integrieren.

Die Werte des Ererbten verpflichtet zum Bewahren,

die Früchte hiervon ernten wir in Jahren,

Im Guten des Alten mögen Ideen reifen,

bis zur Vollendung der Ziele werden wir alle begreifen,

dass durch Nehmen und Geben, vielleicht auch Teilen,

uns wird die Zukunft ohne Bange ereilen.

Bescheiden im Nehmen, aber offen im Geben,

werden wir künftig nur Zuspruch erleben.

Die Freude an den Geschöpfen der Natur,

lässt und vergessen das Schlagen der Uhr.

Diese Freude lässt uns vergessen die Sorgen,

weckt Hoffnungen für einen sonnigen Morgen,

gibt Anlass zum Denken und Empfinden,

nach Höhen, Tiefen und Wunden,

werden wir immer wieder zusammenfinden.

(Toni Herz)


[1] Wissenschaftlich abgesicherte Nachweise der Haustierwerdung beim Huhn der Indus-Kultur stammen aus der Zeit von 2500 bis 2100 v. Chr aus der Indus-Kultur. Ältere nicht abgesicherte Nachweise belegen stammen aus China und sehen die ersten Nachweise ca. 6. Jahrtausende vor Christus.

[2] Stand Ehrenmitglieder 06. März 2016

 

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